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Feuersteine

Besonders an den Steilküsten liegen sie zuhauf: Feuersteine in verschiedenen Größen und Formen. Sie sind dunkelgrau bis schwarz und haben eine weiße Kruste. Feuersteine sind sehr spröde – bei kräftigem Aufeinander­schlagen splittern sie. Dabei entstehen glatte Bruch­flächen mit scharfen Kanten.
Wenn Sie mit einem Feuerstein auf einen zweiten klopfen, können Sie deutlich sprühende Funken sehen. Nach einigen Malen Aneinander­klopfen werden Sie auch einen leicht brandigen Geruch wahrnehmen können.

Feuersteine

Bereits die Steinzeitmenschen kannten die nützlichen Eigenschaften der Feuersteine. Sie nutzten sie zur Herstellung von Waffen und schneidenden Werkzeugen. Mit Feuersteinen und leicht­brennbarem Pulver bzw. leicht entzündlicher Faser wie Zunder oder Pyrit entfachten sie wärmende Feuer.


Wo die Feuersteine herkamen...

Vermutlich aus kieselsäure­haltigem Schlamm und Relikten von Schalen und Skeletten von Kiesel­schwämmen und Kiesel­algen entstanden über Millionen von Jahren Feuerstein­knollen mit einem Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern. Große Feuerstein­vorkommen gibt es in zahl­reichen jura- und kreide­zeitlichen Ablagerungen. Während der Eiszeit kamen sie an die deutschen Ostsee­küsten, besonders reich­haltige Vorkommen finden Sie an den Steilküsten der Insel Rügen und weiter westlich an Stränden und Steilküsten der Mecklenburger Bucht.

Feuersteine

Auf Rügen erwartet Sie eine geologische Rarität: Im Naturschutz­gebiet Schmale Heide wurden vor 3 500 bis 4 000 Jahren die Feuersteine durch eine Reihe schwerer Sturmfluten aufgeworfen. Auf knapp 40 Hektar sehen Sie hier parallel zur Ostsee hinter­einander liegende Wälle aus grau-weißen Feuersteinen.

Lochsteine

Eine weitere Besonderheit der Feuersteine sind auf natürlichem Weg entstandene Löcher: Bei der Bildung der Feuerstein­knollen wurden manchmal winzige Kristalle, Schreib­kreide oder auch Pflanzen und Tiere in Hohlräumen eingeschlossen, die durch Verwitterung wieder freigelegt und heraus­gespült wurden. Übrig blieb der Hohlraum als tiefe Einkerbung oder auch als durch­gehendes Loch. Diesen Lochsteinen, sogenannten „Hühnergöttern“, werden magische Kräfte nachgesagt...

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Bitte beachten Sie:
An Stränden und in Naturschutz­gebieten dürfen Sand, Fossilien und Steine nur in geringen Mengen für private, nicht-kommerzielle Zwecke gesammelt werden.
In einzelnen Orten erfüllen aufgeschüttete Geröll­wälle eine existentielle Schutz­funktion bei Sturmfluten. – In diesem Fall ist das Entfernen von Strandgut verboten. Achten Sie deshalb bitte auf die örtliche Beschilderung!

Hinweis: In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern kennzeichnet ein fünf­eckiges, gelbes Schild mit einer Eule natur­geschütztes Gelände.

(alle Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten)

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