Robben in der südlichen Ostsee

Noch Anfang der 1970er-Jahre galten die Meeressäuger mit den großen Kulleraugen in der südlichen Ostsee als fast ausgestorben. Seit einigen Jahren nimmt die Zahl dieser Artgenossen in der Ostsee wieder zu. Experten schätzen sie auf mittlerweile über 20 000 Kegelrobben und mehrere Tausend Seehunde.
RobbenRobben
An der Ostseeküste gibt es drei Robbenarten: Ringelrobbe, Seehund und Kegelrobbe. Während die Ringelrobbe im Finnischen und Bottnischen Meerbusen der Ostsee lebt und nicht an deutsche Küsten kommt, sind hier Kegelrobben etwas häufiger zu sehen. Sie fühlen sich an den Vorpommerschen Ostseeküsten wohl. Die Strände von Usedom und Rügen sowie der Greifswalder Bodden mit der Greifswalder Oie sind ideale Plätze für sie.

Seehunde leben vorwiegend an den Küsten dänischer Inseln und vor Südschweden.
In freier Wildbahn lassen sie sich in der Ostsee selten beobachten, was einzelne junge Seehunde nicht hindert, "aus Versehen" der deutschen Ostseeküste einen Besuch abzustatten.
So tauchen an den Stränden zwischen Wismar und Warnemünde immer mal wieder einzelne Tiere auf, die sich auf Steinen oder im Sand ausruhen oder auch im flachen Wasser in Ufernähe schwimmen.

Robben in der Ostsee
Die Darßer Schwelle scheint dabei wie früher die Ausbreitung zu begrenzen. Westlich davon werden kaum Robben gesichtet. Rund um Rügen leben laut einer aktuellen Bestands­erfassung des Bundesamtes für Naturschutz rund 50 bis 60 Tiere, 30 davon im Greifswalder Bodden. Im Frühjahr 2015, zur besten Heringszeit, hatte der WWF rund 70 Kegelrobben im Greifswalder Bodden und an der Greifswalder Oie gezählt.
Robben im Robben-Forschungszentrum Warnemünde
Im Robben-Forschungszentrum Warnemünde haben Sie Gelegenheit, die großen Kulleraugen ganz nah bei ihrem täglichen Training zu erleben.

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