Suche Fanclub

Oldenburger Wall

Entstehung des Museums und Ortsgeschichte

Das heutige Schleswig-Holstein wurde während des Frühmittelalters von vier verschiedenen Völkern bewohnt: den Friesen im Westen, den Sachsen im Süden, den Wikingern im Norden und den Slawen im Osten.

Museumshof Oldenburg

Das bedeutendste Zentrum der slawischen Herrschaft war der um das Jahr 700 errichtete Burgwall von Starigard ("Alte Burg"), der nahe dem Stadtzentrum von Oldenburg in Holstein mit seiner imposanten Größe noch heute von seiner einstigen Macht zeugt. Es handelt sich bei ihm – neben der etwa hundert Jahre jüngeren Wikingerstadt Haithabu – um das bedeutendste mittelalterliche Bodendenkmal des Landes Schleswig-Holstein.

In den Jahren 1953 bis 1958 sowie von 1973 bis 1986 fanden umfangreiche archäologische Ausgrabungen im Inneren der Burganlage statt. Neben zahlreichen Wohn- und Handwerker­häusern wurden mehrere Phasen des ehemaligen wagrischen Fürstenhofes gefunden. Auch konnten Spuren der ältesten Kirche des ehemaligen Bistums Oldenburg sowie eines "heidnischen" Heiligtums innerhalb der Burg nachgewiesen werden. Im Zusammenspiel mit dem reichhaltigen Fundmaterial und historischen Quellen lässt sich deshalb die wechselvolle Geschichte eines im gesamten Ostseeraum gut vernetzten Herrschersitzes zwischen dem 7./8. und 12. Jahrhundert nachzeichnen.

Slawentage vor den Fachwerkscheunen

Ein spannender Streifzug durch die Slawenzeit

Die herausragenden Ergebnisse der Ausgrabungen führten zur Gründung des "Oldenburger Wallmuseums", dem heute eine überregionale Bedeutung zukommt. Beheimatet ist es auf einer künstlich geschaffenen Insel im Wallvorfeld, die von einem großzügig gestalteten Parkplatz über das Empfangsgebäude in der "Kayhofer Wagenremise" erreichbar ist. Bei sämtlichen Museumsbauten handelt es sich um historische Gebäude des 18. und 19. Jahr­hunderts aus dem Oldenburger Umland, die in Form einer historischen Hofanlage an neuer Stelle neu gruppiert und aufgebaut wurden. Ergänzt wird die Anlage durch den malerischen Garten historischer Rosenarten.
Die Ausstellung zur Archäologie der Slawenzeit erstreckt sich über zwei reetgedeckte Fachwerkscheunen, in denen die Ergebnisse der Ausgrabungen und die wechselvolle Geschichte des Burgwalls ebenso wie das alltägliche Leben im slawischen Holstein im Spannungsfeld zwischen Christen- und Heidentum, eigener und fremder Herrschaft thematisiert werden. Zahlreiche Rekonstruktionen und szenische Darstellungen machen den Rundgang ebenso lehrreich wie unterhaltsam.

szenische Darstellungen in den Ausstellungsscheunen

In einer weiteren Ausstellung auf dem Hofgelände präsentiert die Oldenburger St. Johannis Toten- und Schützengilde Objekte aus ihrer über 800-jährigen Geschichte. Sie ist nicht nur Deutschlands älteste noch existierende Gilde, sondern ein noch lebendiges Bindeglied zwischen slawischer Zeit und Gegenwart.

Persönlich erfahrbar wird die mittelalterliche Thematik in den liebevoll gestalteten Außen­anlagen. Direkt neben den Ausstellungsscheunen befindet sich ein kleines Slawendorf, das aus rekonstruierten mittelalterlichen Häusern besteht. Jedes dieser Häuser ist einem handwerklichen oder anderen Thema des Alltags vor 1 000 Jahren gewidmet und seiner Funktion entsprechend eingerichtet. Umgeben sind die Gebäude von Gärten mit Nutzpflanzen des Frühmittelalters. Während der Sommermonate werden zudem zwei frühmittelalterliche Schiffe aus dem zum Dorf gehörigen Bootsschuppen geholt und an den Landesteg gelegt. Es handelt sich bei ihnen um ein kleines Wikinger­schiff und den Nachbau eines slawischen Handelsseglers, in dessen Rumpf nicht ein Stück Metall verbaut wurde.

Bootswerft und Handwerkersiedlung

Hafen- und Handwerkersiedlung mit Schmiede und Bootswerft

Über einen in die Landschaft eingefügten Rundweg erreichen Besucher vom Hofgelände die weitläufig erweiterten Außenanlagen, die einen Eindruck unterschiedlicher Siedlungs­formen der Slawen geben: Von der im Wald gelegenen Einsiedelei gelangen Sie über die Hafen- und Handwerkersiedlung mit Schmiede und Bootswerft schließlich zum Hof der Fürsten Wagriens. Um die große Herrscherhalle gruppieren sich mehrere hoch spezialisierte Handwerksbetriebe, die den Bedarf des fürstlichen Hofes und seiner Mitglieder decken sollen. Das rekonstruierte Gelände verlassen Sie schließlich durch ein Tor im Verteidigungswall, der dem Oldenburger Burgwall maßstäblich verkleinert nachempfunden ist.

Bootswerft und Handwerkersiedlung

Auf dem Museumsgelände befindet sich zudem das Café-Restaurant Museumshof, das Gelegenheit bietet, sich zu stärken. Darüber hinaus ist die Oldenburger Innenstadt mit zahlreichen Verpflegungs- und Einkaufsmöglichkeiten in nur wenigen Minuten fußläufig zu erreichen.

Freier Eintritt mit der MuseumsCard

Vom 01. Juli bis 01. November 2017 können Jugendliche bis 18 Jahre mit der MuseumsCard das Oldenburger Wallmuseum kostenlos besuchen.


Öffnungszeiten

September und Oktober Dienstag bis Sonntag 10:00-17:00 Uhr
November bis März geschlossen, für Gruppen auf Anfrage
April bis Juni Dienstag bis Sonntag 10:00-17:00 Uhr
Juli und August Montag bis Sonntag 10:00-18:00 Uhr
Gesetzliche Feiertage 10:00-17:00 Uhr (auch montags)

Kontakt

Oldenburger Wall
Prof.-Struve-Weg 1
23758 Oldenburg in Holstein

04361 623142

Urlaubs-Angebote

59 aktuelle Angebote für Ihren Urlaub an der Ostsee. jetzt auswählen ...

Ostsee Yachtcharter

Chartern Sie hier Ihre Urlaubsyacht! jetzt chartern ...

Stellenangebote

Sie möchten an der Ostsee wohnen und suchen einen Job? jetzt finden ...

Hintergrundbilder

Holen Sie sich die Ostsee auf Ihren Monitor! jetzt auswählen ...

Ostsee-Fanclub

Lesezeichen, Angebots­benachrichtungen,
Seewetter­berichte, Wetter­warnungen, uvm. jetzt anmelden ...

Newsletter

Neuigkeiten von der Ostsee erhalten Sie mit unserem Newsletter! jetzt anmelden ...
Zuklappen