Turmhügelburg Lütjenburg

Die Turmhügelburg im Nienthal von Lütjenburg ist das Mittelalterzentrum Schleswig-Holsteins. Sie ist die Rekonstruktion einer mittelalterlichen Burganlage aus Holstein, die sich unter anderem die archäologischen Grabungen am Großen und Kleinen Schlichtenberg (bei Futterkamp) zum Vorbild genommen hat.
In enger Kooperation mit dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein entstand so eine für die Gegend typische Kleinburg - im näheren Umkreis von Lütjenburg gab es nachweislich elf Burgen dieser Art.
Turmhügelburg LütjenburgTurmhügelburg Lütjenburg

Die Turmhügelburg

Mittelpunkt und Kern der Burg ist der aus gesägtem und gedechseltem Eichenholz gebaute Turm, der inmitten eines Ringgrabens auf einem Burghügel steht. Er diente als Flucht- und Wehrturm, die Verteidiger konnten sich mit Pfeil und Bogen, Speer und Armbrust - zusätzlich durch den Wassergraben geschützt - gut zur Wehr setzen. Der Turmeingang lag meist im Obergeschoss und war nur mit einer Leiter zu erreichen. Die über den Graben führende Brücke ist noch mit Palisaden und einem zweiflügeligen Tor gesichert, um ein Erstürmen der Burg zu erschweren.
Turmhügelburg LütjenburgTurmhügelburg Lütjenburg

Die Vorburg

Sie betreten die Vorburg durch ein großes Holztor. Neben einem Gesindehaus, in dem Menschen und Tiere unter einem Dach lebten, sehen Sie einen Kornspeicher, ein großes Wirtschaftsgebäude, eine Schmiede und Werkstatt und das Wohnhaus des Ritters. Ein Brunnen, der Gewürz- und Gemüsegarten und Pferche für Tiere runden das Bild ab.
Eine Kapelle erinnert an die Zeit, in der christliche Ritter aus dem Südwesten an die Ostsee kamen, um die hier lebenden Slawen zu bekehren.
Besucher in der Vorburgmittelalterliches Wohnhaus
Außerhalb der Burg sind neben einem Backhaus und einer Zeidlerei (Bienenhaus) ein großer Turnierplatz und eine Reitbahn für berittene Bogenschützen und Reiterturniere entstanden.

In den Vorburgen spielte sich das eigentliche Leben ab. Durch einen Wall mit Flechtzaun und großem Burgtor geschützt, lebte hier der Adlige mit seinem Gesinde, von hier aus wurde Ackerbau und Viehzucht betrieben. Diese Burgen waren somit die Vorläufer der heutigen großen Gutshöfe und Herrenhäuser.

Die Lage der Gebäude zueinander ist historischen Vorbildern nachempfunden und zudem zweckmäßig. Jedes Gebäude ist in einer anderen, für das Mittelalter typischen Bauweise errichtet. Es wurden ausschließlich Baumaterialien verwendet, die im Mittelalter zur Verfügung standen. Die Eichenhölzer und Schmiedenägel wurden in Handarbeit hergestellt, die Mauerziegel und Dachpfannen handgestrichen und dann im Holzkohleofen gebrannt.
Mittelalterfestmittelalterliche WohnhäuserMittelaltergruppen beleben die Burg
Schleswig-Holsteins Mittelalterzentrum versteht sich als lebendiges Museum - während der Saison ist die Burg oft bewohnt. Mittelaltergruppen aus ganz Deutschland lassen hier eine längst vergangene Zeit wieder lebendig werden. Drei Mal im Jahr können Sie an der Burg Mittelalterlager mit unterschiedlichen Schwerpunkten erleben.

Urlaubsort in der Nähe:

Hohwacht


Öffnungszeiten:

April bis Oktober Dienstag bis Sonntag 10:00-17:00 Uhr

Außerhalb der Öffnungszeiten ist die Außenanlage ganzjährig jederzeit frei zu betreten. Sind Mitarbeiter oder Mittelaltergruppen vor Ort, werden die Gebäude gerne für Sie geöffnet. Kontakt Führungen/Veranstaltungen: Mandy Baer, Tel. 0162 4238167

(alle Angaben ohne Gewähr)

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