Stiftungsland Schäferhaus

Statten Sie in Ihrem Ostseeurlaub in Glücksburg oder Flensburg dem Stiftungsland Schäferhaus einen Besuch ab! Erleben Sie einen schönen Familien-Tagesausflug!

In Schleswig-Holstein kommen nährstoffarme und blütenreiche Weideflächen nur noch selten vor, daher sind viele der hier lebenden Arten in ihrem Bestand bedroht.
Die mehr als 400 Hektar große Landschaft lädt Sie ein, auf Rundwegen eine besondere Natur und Spuren historischer Zeiten zu entdecken!

Rinder und PferdeRinder und Pferde
Die Stiftung Naturschutz erwarb 1998 einen Großteil des Geländes, um den empfindlichen Lebensraum zu erhalten und ihn im Sinne des Naturschutzes zu entwickeln. Die extensive Beweidung durch Rinder und Pferde schafft eine halboffene Weidelandschaft, in der sich offene Trockenrasen, magere Grasfluren mit dichtem Strauchbewuchs und Wald abwechseln.
Im Frühjahr und Sommer verteidigen die Lerchen ihr Revier durch Gesänge aus der Luft. Mit dem Hörrohr ist der Vogelgesang, das Fressen der Rinder oder das Wiehern der Pferde auch über weite Strecken wahrzunehmen.

Diese historisch geprägte Landschaft ist europaweit einzigartig. Auf den Wanderungen durch die savannenähnliche Landschaft werden Ihnen vielerorts historische Spuren begegnen.

Von Gestein umgebenHolznachbau eines Waldelefanten
Vor der letzten Eiszeit streifte der Waldelefant durch die Wälder Schleswig-Holsteins und fraß das Laub der Bäume. Während der Abbauarbeiten in den Kiesgruben in Handewitt fand man einen alten Stoßzahn eines Waldelefanten. Im Naturerlebnisraum zeigt ein Holznachbau die Originalgröße des hier ehemals heimischen Großwildes.

In der Bronzezeit bestatteten die Menschen ihre Verstorbenen in großen Grabhügeln. Einige der rekonstruierten Hügelgräber sind begehbar und geben Ihnen ein Bild von Bestattungsriten der damaligen Zeit.
Schilder erzählen von einem der ersten Kriminalfälle des Nordens durch Grabräuber.

Der Hörnerplatz erinnert an den mittelalterlichen Ochsentrieb entlang des "Ochsen­weges".
AussichtsplattformWasserlehrpfad
Die Bundeswehr übernahm 1958 das Areal und führte auf dem "Standortübungsplatz Harrislee" Geländeübungen mit Panzern und Bodentruppen durch.
Für seltene Tiere und Pflanzen entstand durch die Offenhaltung des Bodens und das Ausbleiben von Dünge- und Spritzmitteleinsatz ein hochwertiger Lebensraum.

1997 stellte die Bundeswehr die militärische Nutzung ein. Danach breiteten sich rasch hohe Gräser und Sträucher aus. Diese Entwicklung hätte zu einer flächenhaften Gebüschlandschaft und dann zu Wald geführt. Die seltenen Tier- und Pflanzenarten wären verdrängt worden.

Um diesen Prozess zu verhindern, erwarb die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein 1998 das Gelände. Heute weiden Galloways und Koniks auf dem ehemaligen Übungsplatz.
Galloways sind Robustrinder, die sich im Gegensatz zu hochgezüchteten Leistungs­rindern von dem hier vorkommenden mageren Gras ernähren können.
Koniks und Galloway
Koniks sind Wildpferden ähnlich und stammen ursprünglich aus Polen. Sie sind langlebige und widerstandsfähige Ponys. Im Nordteil des Stiftungslandes laufen einige dieser Robustpferde gemeinsam mit Rindern in einer Herde. Sie halten die Wiesen kurz und schaffen mit ihren Hufen Lücken in der Grasnarbe.
Diese benötigen seltene Arten wie die Erdbiene, um hier ihre Nisthöhlen zu bauen.

Der magere Sand stellt die Pflanzenwelt vor extreme Herausforderungen. Im Sommer wird der Boden schnell heiß und trocknet aus. Der Boden ist nährstoffarm und die Pflanzen müssen mit wenig Nahrung auskommen.
Auf so besonderen Standorten haben sich zahlreiche Spezialisten angesiedelt. Spezielle Strategien ermöglichen es ihnen, bei Hitze und Trockenheit zu überleben.


Sie erreichen das Gelände über die A7, Abfahrt Harrislee, Handewitt oder mit dem Bus ab Flensburg/ZOB.

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