Deutsches Bernsteinmuseum

Bernstein – Gold des Meeres

Das Deutsche Bernsteinmuseum präsentiert die umfangreichste Bernsteinausstellung in Deutschland. Seine einzigartige Sammlung gibt Ihnen einen Einblick in die Naturgeschichte und Geologie des fossilen Harzes und führt Sie durch die Kunst- und Kulturgeschichte des Baltischen Bernsteins.
Baltischer BernsteinPflanzlicher Einschluss, BlütenkelchEinschluss, Pilzmücken im Hochzeitsflug
Besondere Attraktionen sind einmalige Bernsteineinschlüsse und wertvolle Bernstein­kunstwerke des 16. und 17. Jahrhunderts sowie künstlerische Bernsteinarbeiten des 20. Jahrhunderts.

Steinzeiliche Bernsteinfigur, 2600 v. Chr. Bernstein fasziniert seit Jahrtausenden die Menschen. Schon in jungstein­zeitlichen Gräbern fand man Amulette und Schmuck aus Bernstein. In der Antike gelangte das "Gold des Nordens" auf den sogenannten "Bernstein­straßen" in den Mittelmeerraum.

Auch die Slawen an der südlichen Ostsee und die Wikinger handelten mit Bernstein. Im Mittelalter verarbeitete man den Bernstein fast ausschließlich zu Gebetsketten (Rosenkränzen).
In Apotheken wurde weißes Bernsteinpulver als Medikament angeboten.

Die Blütezeit der Bernsteinkunst war das 16. und 17. Jahrhundert. Besonders der brandenburgisch-preußische Hof ließ von Bernstein­schnitzern in Königsberg und Danzig kostbare Kunstgegenstände anfertigen, die als Diplomaten- und Hochzeitsgeschenke an die europäischen Fürstenhöfe gelangten.

Königsberger Ehrenbecher um 1930Schmuckschatulle, Staatliche Bernstein-Manufaktur KönigsbergNachbildung eines Paneelteils des Bernsteinzimmers, gefertigt 1999 durch Restauratoren der Bernstein-Werkstatt am Katharinenpalast Zarskoje SebNachbildung eines Paneelteils des Bernsteinzimmers, gefertigt 1999 durch Restauratoren der Bernstein-Werkstatt am Katharinenpalast Zarskoje Seb
Das beeindruckendste Kunstwerk aus Bernstein war eine Wandtäfelung, die der preußische König Friedrich I. für sein Berliner Schloss herstellen ließ. Friedrich Wilhelm I. schenkte es 1716 dem russischen Zaren Peter I. Seit 1945 gilt das legendäre Bernsteinzimmer als verschollen.
Im 19. Jahrhundert fand Bernstein in der Volkskunst Verwendung. In einigen Gegenden Europas gehörten facettierte Bernsteinketten zur Hochzeitstracht der Bauern.

Deutsches Bernsteinmuseum Anfang des 20. Jahrhundert erdachten in Königsberg lebende Künstler wie Hermann Brachert und Jan Holschuh neue Ausdrucks- und Verwendungsformen für Bernstein.

Die Staatliche Bernstein-Manufaktur Königsberg war mit fast 1 500 Beschäftigten von 1926 bis 1945 der größte bernstein­verarbeitende Betrieb der Welt. Der Ribnitzer Goldschmied Walter Kramer entwarf 1932 den sogenannten "Fischland-Schmuck". Aus dem Handwerks­betrieb entstand später der "VEB Ostseeschmuck", der das Zentrum der Bernsteinverarbeitung in der DDR war. Im Ribnitzer Heimatmuseum wurde 1964 eine kleine Bernstein­ausstellung eingerichtet, aus der sich das Bernsteinmuseum entwickelte. Im Jahr 2000 erhielt das Museum den Namen "Deutsches Bernsteinmuseum".

Neben traditionellem Schmuck und Kunstgegenständen werden auch moderne Arbeiten präsentiert. 1993 beteiligten sich 80 Künstler an einem nationalen Kunstwettbewerb. Im Jahre 1999 lobte das Museum den Internationalen "Bernstein-Kunstpreis der Ostsee­anliegerstaaten" aus, an dem 200 Künstler teilnahmen. Von den fast 400 Arbeiten konnte das Museum 50 Werke erwerben.

"Windsbraut" und "Ende des Märchens" von Jan Holschuh


Mit seinen kleinplastischen Arbeiten prägte der Bildhauer Jan Holschuh (1909-2000) die Bern­steinkunst am Ende des 20. Jahrhunderts.

Sein spätes künstlerisches Lebenswerk stellt einen revolutionären Schritt bei der Verwendung dieses natürlichen Materials dar.

80 seiner späten Arbeiten können Sie heute im Deutschen Bernsteinmuseum bewundern.


Das Deutsche Bernsteinmuseum lädt Sie ein, in der Schau- und Demonstrationswerkstatt das Bernsteinschleifen selbst zu versuchen. Souvenirs aus Bernstein, Bernsteinschmuck, geologische Probestücke und Inklusen sowie Bernsteinliteratur erhalten Sie im Museums­shop. Bei Kaffee, Kuchen und Eis können Sie im Café des Bernsteinmuseums Ihre neuen Kostbarkeiten in aller Ruhe begutachten.

Urlaubsorte in der Nähe:

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Öffnungszeiten

April bis Oktober täglich 09:30-18:00 Uhr
November bis März Dienstag bis Sonntag 09:30-17:00 Uhr

Kontakt

Deutsches Bernsteinmuseum
In Kloster 1-2
18311 Ribnitz-Damgarten

Telefon: 03821 4622

(alle Angaben ohne Gewähr)

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