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Deutsches Bernsteinmuseum

Bernstein – Gold des Meeres

Das Deutsche Bernsteinmuseum präsentiert die umfang­reichste Bernstein­ausstellung in Deutschland. Seine einzig­artige Sammlung gibt Ihnen einen Einblick in die Natur­geschichte und Geologie des fossilen Harzes und führt Sie durch die Kunst- und Kultur­geschichte des Baltischen Bernsteins.

Baltischer BernsteinPflanzlicher Einschluss, BlütenkelchEinschluss, Pilzmücken im Hochzeitsflug

Besondere Attraktionen sind einmalige Bernstein­einschlüsse und wertvolle Bernstein­kunstwerke des 16. und 17. Jahrhunderts sowie künstlerische Bernsteinarbeiten des 20. Jahrhunderts.

Das Deutsche Bernsteinmuseum lädt Sie ein, in der Schau- und Demonstrations­werkstatt das Bernstein­schleifen selbst zu versuchen. Souvenirs aus Bernstein, Bernstein­schmuck, geologische Probestücke und Inklusen sowie Bernstein­literatur erhalten Sie im Museums­shop. Bei Kaffee, Kuchen und Eis können Sie im Café des Bernstein­museums Ihre neuen Kostbarkeiten in aller Ruhe begutachten.

Steinzeiliche Bernsteinfigur, 2600 v. Chr.

Der Weg zum Museum

Anfang des 20. Jahrhundert erdachten in Königsberg lebende Künstler wie Hermann Brachert und Jan Holschuh neue Ausdrucks- und Verwendungsformen für Bernstein.
Die Staatliche Bernstein-Manufaktur Königsberg war mit fast 1 500 Beschäftigten von 1926 bis 1945 der größte bernstein­verarbeitende Betrieb der Welt. Der Ribnitzer Goldschmied Walter Kramer entwarf 1932 den sogenannten „Fischland-Schmuck“. Aus dem Handwerks­betrieb entstand später der „VEB Ostseeschmuck“, der das Zentrum der Bernstein­verarbeitung in der DDR war. Im Ribnitzer Heimat­museum wurde 1964 eine kleine Bernstein­ausstellung eingerichtet, aus der sich das Bernstein­museum entwickelte. Im Jahr 2000 erhielt das Museum den Namen „Deutsches Bernsteinmuseum“.

Neben traditionellem Schmuck und Kunst­gegenständen werden auch moderne Arbeiten präsentiert. 1993 beteiligten sich 80 Künstler an einem nationalen Kunst­wettbewerb. Im Jahre 1999 lobte das Museum den Inter­nationalen „Bernstein-Kunstpreis der Ostsee­anlieger­staaten“ aus, an dem 200 Künstler teilnahmen. Von den fast 400 Arbeiten konnte das Museum 50 Werke erwerben.

Mit seinen kleinplastischen Arbeiten prägte der Bildhauer Jan Holschuh (1909-2000) die Bernstein­kunst am Ende des 20. Jahrhunderts. Sein spätes künstlerisches Lebenswerk stellt einen revolutionären Schritt bei der Verwendung dieses natürlichen Materials dar. 80 seiner späten Arbeiten können Sie heute im Deutschen Bernstein­museum bewundern.


Geschichte des Bernsteins – dem „Gold des Meeres“

Bernstein fasziniert seit Jahr­tausenden die Menschen. Schon in jungstein­zeitlichen Gräbern fand man Amulette und Schmuck aus Bernstein. In der Antike gelangte das „Gold des Nordens“ auf den sogenannten „Bernstein­straßen“ in den Mittelmeer­raum.
Auch die Slawen an der südlichen Ostsee und die Wikinger handelten mit Bernstein. Im Mittel­alter verarbeitete man den Bernstein fast ausschließlich zu Gebets­ketten (Rosen­kränzen). In Apotheken wurde weißes Bernstein­pulver als Medikament angeboten.

Königsberger Ehrenbecher um 1930Schmuckschatulle, Staatliche Bernstein-Manufaktur KönigsbergNachbildung eines Paneelteils des Bernsteinzimmers, gefertigt 1999 durch Restauratoren der Bernstein-Werkstatt am Katharinenpalast Zarskoje SebNachbildung eines Paneelteils des Bernsteinzimmers, gefertigt 1999 durch Restauratoren der Bernstein-Werkstatt am Katharinenpalast Zarskoje Seb

Die Blütezeit der Bernstein­kunst war das 16. und 17. Jahr­hundert. Besonders der brandenburgisch-preußische Hof ließ von Bernstein­schnitzern in Königsberg und Danzig kostbare Kunst­gegenstände anfertigen, die als Diplomaten- und Hochzeits­geschenke an die europäischen Fürsten­höfe gelangten.
Das beeindruckendste Kunstwerk aus Bernstein war eine Wand­täfelung, die der preußische König Friedrich I. für sein Berliner Schloss herstellen ließ. Friedrich Wilhelm I. schenkte es 1716 dem russischen Zaren Peter I. Seit 1945 gilt das legendäre Bernstein­zimmer als verschollen.
Im 19. Jahrhundert fand Bernstein in der Volkskunst Verwendung. In einigen Gegenden Europas gehörten facettierte Bernstein­ketten zur Hochzeits­tracht der Bauern.


Öffnungszeiten

November bis März Dienstag bis Sonntag 09:30-17:00 Uhr
April bis Oktober täglich 09:30-18:00 Uhr

Kontakt

Deutsches Bernsteinmuseum
In Kloster 1-2
18311 Ribnitz-Damgarten

03821 4622

(alle Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten)

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