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St.-Nikolai-Kirche

Imposant ragt die St.-Nikolai-Kirche mit ihrem 37 Meter hohen Mittelschiff empor. Es ist übrigens das viert­höchste in Deutschland.
Als markantes Wahrzeichen Wismars war St. Nikolai einst die Kirche der Fischer und Fahrens­leute, die hier sogar einen eigenen Altar besaßen.

St.-Nikolai-Kirche Hansestadt WismarSt.-Nikolai-Kirche Hansestadt Wismar

Mit dem Bau der spät­gotischen Backstein­kirche wurde um 1380 begonnen. Die Basilika mit dem sieben­jochigen Langhaus bekam einen Chorumgang und einen Kapellen­kranz, am vierten und fünften Joch erfolgten querschiff­artige Erweiterungen der Seiten­kapellen. 1403 wird der Chor geweiht und für Gottes­dienste und das Gemeinde­leben genutzt, 1469 ist das imposante Langschiff errichtet.

Immer wieder hat die Nikolai­kirche mit Schicksals­schlägen zu kämpfen: Die Bauarbeiten waren mit der Fertig­stellung des Glocken­turmes 1508 beendet. 1524 stürzten die Gewölbe der Seiten­schiffe durch Absacken des Turmes ein. Als drei Pulver­türme der Stadt­mauer 1699 explodierten, sind auch die Kirchen davon betroffen.
Schwersten Schaden nahm die Nikolai­kirche 1703, als bei einem Orkan die 60 Meter hohe Turmhaube auf das Mittel­schiff stürzte und dabei das Dach und das Gewölbe zerstörte.

Nach drei Jahren Wiederaufbau, der Turmhelm kann aus Kosten­gründen nicht wieder errichtet werden, ist die Kirche wieder benutzbar. Die zerstörte mittel­alterliche Einrichtung wird durch eine barocke Innen­ausstattung ersetzt. 1867 wurden die Gewölbe neu eingezogen, es konnten nur Bruch­stücke der originalen Fassung erhalten werden.

St.-Nikolai-Kirche Hansestadt WismarSt.-Nikolai-Kirche Hansestadt Wismar

Der Hauptaltar wurde 1774 im spät­barocken Stil errichtet. Der Sockel des Altar­aufsatzes stellt das Abendmahl dar. Darüber sehen Sie eine Kopie des Ruben­originals von Benjamin Block (1653), welche die Kreuzabnahme zeigt. Christus bekrönt triumphierend den Altar. Ein romanisches Taufbecken und ein aus gotischem Gestühl gefertigtes Lesepult befinden sich vor dem Altar.

Die Orgel verfügt über einen Renaissance­prospekt mit schönen barocken Erweiterungen. Sie wird vom Leipziger Orgelbauer Johann Gottlob Mende zwischen 1842 und 1845 gebaut und steht erst in der Freiberger Nikolai­kirche. 1985 wird sie in die Wismarer Nikolai­kirche eingebaut. Die Orgel hat zwei Manuale und 28 Register.

Die beheizbare „Winterkirche“, die sich unterhalb des Turmes befindet, erlaubt die sakrale Nutzung in den kühleren Monaten.


Öffnungszeiten

November bis März Montag bis Samstag 11:00-16:00 Uhr, Sonntag 11:30-16:00 Uhr
April Montag bis Samstag 10:00-18:00 Uhr, Sonntag 11:30-18:00 Uhr
Mai bis September Montag bis Samstag 08:00-20:00 Uhr, Sonntag 11:30-20:00 Uhr
Oktober Montag bis Samstag 10:00-18:00 Uhr, Sonntag 11:30-18:00 Uhr

Gottesdienst
Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen 10:00-11:30 Uhr

Kirchenführungen
Nach Absprache mit dem Gemeidebüro

Anschrift/Kontakt

St.-Nikolai-Kirche Wismar
Spiegelberg 14
23966 Wismar

03841 213624

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(alle Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten)

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