Altstadt

Stralsund war im 14. Jahrhundert neben Lübeck die bedeutendste Stadt im gesamten Ostseeraum.
Von dieser Blütezeit der Stadt zeugen stattliche Bürger­häuser, die Ihnen beim Bummeln durch die vielen engen Gassen und Straßen sofort auffallen. Sie beeindrucken mit ihren unterschiedlichen Giebel­formen im gotischen und barocken Stil.

Altstadt Hansestadt StralsundAltstadt Hansestadt StralsundAltstadt Hansestadt Stralsund

Am 27. Juni 2002 ist das Denkmal „Historische Altstädte Stralsund und Wismar“ in die Welterbe­liste der UNESCO aufgenommen worden.

Karte Stadtrundgang Altstadt Stralsund Schill-Denkmal St.-Johanniskloster Kniepertor Kloster St. Annen und Brigitten Stadtmauer Kampischer Hof Kütertor St.-Marienkirche Schiffercompagnie Giebelhaus Frankenstraße 28 Heilgeistkloster Stadtwaage St.-Jakobi-Kirche Scharfrichterhaus Museumshaus St.-Katharinenkloster Burmeisterhaus Olthofsches Palais in der Ossenreyerstraße 1 Rathaus St.-Nikolai-Kirche Lateinschule Commandantenhus Scheelehaus Wulflamhaus Giebelhaus Mühlenstraße 1 Dielenhaus

Kuriose Straßennamen

Seit die Menschen sesshaft und die Orte größer wurden, mussten auch die einzelnen Straßen Namen bekommen. Neben Dorf- oder Hauptstraße nannte man sie nach den ansässigen Gewerken, wichtigen Persönlichkeiten, die dort wohnten, oder pragmatisch nach örtlichen Gegebenheiten. So entstanden z. B. die Müller- und die Schmiedestraße, der Bürgermeisterweg oder die Kirchenallee.
Manchmal schien aber auch der Volkswitz entscheidend gewesen zu sein und aus heutiger Sicht kuriose, manchmal auch deftige Namen setzten sich durch.

ArschkerbeArschkerbe

„Arschkerbe“: „Erschkarne“, übersetzt ins Hochdeutsche „Arschkerbe“, war früher ein Name für enge, düstere, schmutzige Gassen... So hieß auch lange Zeit die kleine Gasse zwischen Papenstraße und Frankenstraße. 1624 wurde sie umbenannt. Der einzige bekannte Grund: Niemand wollte „in der Arschkerbe“ wohnen. Seitdem heißt sie Karrenstraße...
Heute erinnert nur noch die kleine Figur mit dem nackten Hintern an der Ecke der Frankenstraße an die frühere Bezeichnung.

„Unnütze Straße“: Manchen Straßen haftet ein schlechter Ruf an. Eine Straße, in der im Mittelalter die Prostituierten ansässig waren, nannte man: „Nüttze Strate“. Mit dem Gewerbe musste auch der Name weichen und man entschied sich für eine bewusste Falsch­schreibung: Aus ihr wurde die „Unnütze Straße“.

„Mörderstraße“: Die Straße wurde 1311 erstmals erwähnt und hatte natürlich nichts mit Mördern zu tun, sondern mit einem alten Adels­geschlecht. Im Laufe der Jahre erinnerte sich niemand mehr an die Stralsunder Ratsfamilie und die ursprüngliche Namens­herkunft ging verloren. Irgendwann störte man sich an dem falschen Bezug und erweiterte den Namen auf „Henning-Mörder-Straße“. Seitdem erinnert die Straße an einen Stralsunder Bürgermeister.

(alle Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten)