Museum für Natur und Umwelt

Das Museum für Natur und Umwelt bietet spannende Einblicke in die Naturgeschichte Schleswig-Holsteins sowie in die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Lübecker Raumes. Außerdem werden Sonderausstellungen zu verschiedenen aktuellen Themen gezeigt.
Museum für Natur und Umwelt in der Hansestadt LübeckMuseum für Natur und Umwelt in der Hansestadt Lübeck
Prominente Ausstellungsstücke und europaweit einzigartig sind die fossilen Skelette der in Pampau gefundenen Wale, die vor zehn Millionen Jahren hier im Miozänmeer schwammen. Im Glasanbau im Domhof ist das 14 Meter lange Skelett eines Pottwales zu sehen, der im Dezember 1997 vor der dänischen Insel Römö strandete.
Museum für Natur und Umwelt in der Hansestadt LübeckMuseum für Natur und Umwelt in der Hansestadt Lübeck

Die Dauerausstellung "Im Reich des Wassermanns" ist eine Naturerlebnisausstellung über eine ganze Etage, welche die heimischen Flüsse Trave und Wakenitz und die nahe Ostsee auf neue und ungewöhnliche Weise präsentiert.

Eine weitere Etage ist der heimischen Tierwelt gewidmet. Beobachten Sie zum Beispiel im "Gläsernen Bienenstock" die Honigbienen bei der Arbeit und lernen mit Hilfe der "Lübecker Bienentanzuhr" die Bienensprache zu verstehen!
Museum für Natur und Umwelt in der Hansestadt LübeckMuseum für Natur und Umwelt in der Hansestadt Lübeck
Die Natur zu begreifen, war bereits das Anliegen des Lübecker Arztes Johann Julius Wal­baum, dessen Nachlass 1799 den Grundstock für das Lübecker Naturkundemuseum bildete. Damit blickt das Haus auf die längste Museumsgeschichte der Lübecker Museen zurück. Es bietet eine Fülle von museumspädagogischen Angeboten, Ferienprogrammen, Vorträgen, Seminaren und Exkursionen an.

Im Juni 2014 freute sich das Museum für Natur und Umwelt zum zweiten Mal über das "Zertifikat für Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE). Damit werden die besonderen Leistungen, die das Museum als außerschulischer Bildungsanbieter im Hinblick auf eine zukunftsfähige und ressourcenorientierte gesellschaftliche Entwicklung zeigt, hervor­gehoben. Die Auszeichnung wird für fünf Jahre vergeben.


"Wissenschafts-Schaufenster" SCIENCE AKTUELL:

Faszination Kulturlandschaft. Das Dummersdorfer Ufer.

13. November 2015 bis 28. Februar 2018

SCIENCE AKTUELL: Faszination Kulturlandschaft Die Kulturgeschichte der einzigartigen Landschaft an der Trave-Mündung ist faszinierend. Seit Jahren prägen Schafe und Ziegen das Bild dieses Natur­denkmals. Sie spielen für den Erhalt der Artenvielfalt eine entscheidende Rolle.
Die Umweltwissenschaftlerin und Doktorandin Oda Benthien vom Zentrum für Kulturwissen­schaftliche Forschung (ZKFL) der Universität zu Lübeck stellt in Kooperation mit dem Amt für Denkmalschutz und Archäologie der Hansestadt Lübeck, dem Land­schaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer e. V. und dem Institut für Multimediale und Interaktive Systeme (IMIS) der Universität zu Lübeck die Kulturlandschaft an der Trave im Bereich der Travemündung vor.

Die Besucher erwarten interessante Einblicke in aktuelle naturwissenschaftliche Forschungen und interessante Antworten auf viele spannende Fragen:
Hat der Klimawandel Auswirkungen auf die Pflanzengemeinschaft? Welche Pflanzen fressen Schafe und Ziegen am liebsten? Warum sind Schafe und Ziegen für die Verbreitung von Pflanzensamen so wichtig? Die Präsentation wird durch eine Medienstation ergänzt.
Foto: Oda Benthien

Aktuelle Sonderausstellung:

Böden schreiben Geschichte. Erdschichtenbilder von Walter Hähnel.

29. September 2016 bis 02. Juli 2017

Böden schreiben Geschichte ©Museum für Natur und Umwelt Erdschichtenbilder zeigen die verborgenen Schönheiten des Erdreichs. Dazu präsentiert das Museum für Natur und Umwelt in seiner aktuellen Ausstellung 17 Arbeiten des geologischen Präparators Walter Hähnel.
Die ausgestellten Lackabzüge wurden in den 1970er-Jahren angefertigt und sind zu großen Teilen Abbilder der Ablagerungen aus dem Zeitraum von vor 120 000 Jahren bis vor 250 000 Jahren.
Ursprünglich wurde die Technik der Lackfilmmethode um 1930 durch den Geologen und Paläontologen Ehrhard Voigt entwickelt, um Wirbeltier-Fossilien zu bergen und Boden- und Sedimentprofile zu konservieren. Hähnel leistete entscheidende Beiträge dazu, dass Voigts Methode bis zur heutigen Perfektion weiterentwickelt wurde: In einer Sandgrube werden die Sandschichten an einer senkrechten Wand mit einem Speziallack besprüht, mit einem Mulltuch bedeckt und wiederholt mit Lack bestrichen. Wird der getrocknete "Lackfilm" von der Wand abgezogen, sind die originalen Sandschichten durch den Lack fixiert. Dieser "Lackfilm" wird dann auf eine Hartfaserplatte aufgeklebt. So können Bodenprofile und archäologische oder paläontologische Objekte und Spuren dauerhaft dokumentiert werden.
Neben einer wissenschaftlichen Dokumentation stellen die Bilder ästhetische Unikate einzelner Orte der Region dar. Die Bilder zeigen Linien, Bögen, Schleifen und geheimnisvolle Figuren, die durch die Abfolge der Sedimente und die Einwirkung unterschiedlichster Kräfte entstanden sind. Sie sind einzigartige Zeugnisse der Vergangenheit und Momentaufnahmen von geologischen und bodenkundlichen Formen und Strukturen.


Aktuelle Sonderausstellung:

Kaltwasserkorallenriffe in unseren Meeren

Bis Mai 2017

Kaltwasserkorallenriff ©T. Lundälv, Universität Göteborg Korallen lassen an Strände und Palmen, an azurblaues Wasser und die bunte Unterwasserwelt der Tropen denken...
Die aktuelle Schau "Kaltwasserkorallenriffe in unseren Meeren", welche die Schwerpunkt-Ausstellung des Museums für Natur und Umwelt im ersten Halbjahr des kommenden Jahres darstellt, präsentiert nicht nur die Vielfalt und Schönheit, sondern auch die Bedeutung von Kaltwasser­korallen: Besucher haben die Gelegenheit, zwischen überdimensionalen Korallennachbildungen regelrecht in die Tiefsee "einzutauchen".
Originale Exponate von Forschungstauchgängen, z. B. von riffbildenden Kaltwasserkorallen und anderen erstaunlichen Lebewesen, bereichern die Schau. Spannende Filme ermöglichen Einblicke in eine unbekannte und verborgene Welt, faszinierende Bilder geben dem Besucher einen lebhaften Eindruck der Unterwasserwelt in den Tiefen.
Eine große Gefahr für Kaltwasserkorallenriffe stellt die Fischindustrie dar: Bodenschleppnetze, die heute bis in 1 500 Meter Tiefe reichen, können die Korallen und damit die fragilen Lebensräume großflächig zerstören. Sie pflügen über den Meeresboden und hinterlassen innerhalb kürzester Zeit eine Schneise der Verwüstung in zum Teil Jahrtausende alten Riffen.
Die Ausstellung informiert über diese schädlichen Einflüsse und greift gleichzeitig das Thema "Plastikmüll im Meer" auf. Außerdem wird aufgezeigt, wie der Korallengürtel in europäischen Meeren geschützt werden kann.

Foto: T. Lundälv, Universität Göteborg

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag von 09:00 bis 17:00 Uhr
Sonnabend und Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr
Montag geschlossen

An Feiertagen:
Karfreitag, Ostersonntag, 1. Mai, Himmelfahrt, Pfingstsonntag, Pfingstmontag,
3. Oktober, 2. Weihnachtsfeiertag geöffnet
Neujahr, Ostermontag, Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester geschlossen


Für den Zugang zum Erdgeschoss kann beim Hintereingang eine Rampe angebracht werden - bitte vorher telefonisch anmelden! Die beiden oberen Etagen können Sie über einen Fahrstuhl vom Café aus erreichen.

(alle Angaben ohne Gewähr)

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