Steintor

Das Steintor wurde 1270 im gotischen Stil gebaut und war vermutlich genauso groß wie das Kröpeliner Tor.

Steintor der Hansestadt Rostock - historische Ansicht um 1940 Als Ausfalltor nach Süden kam ihm jedoch eine größere Bedeutung zu. Im Mittelalter war das Steintor der Haupteingang der Stadt.

Durch dieses Tor kamen die Fürsten, um auf der eigens für sie gepflasterten Straße (Steinstraße) zügig zum Rathaus und in die St.-Marien-Kirche zu gelangen.

1566 wurde das Steintor, Teile der Stadtmauer und des Lagebuschturmes auf Befehl des Herzogs Johann Albrecht I. niedergerissen, weil Rostock den formalen Huldigungseid verweigerte.

Die Rostocker ließen den Nachfolgebau 1575 bis 1577 im Stil der niederländischen Renaissance errichten.

Die schweren Kriegszerstörungen machten von 1950 bis 1954 abermals eine umfassende Restaurierung durch den Baumeister Grützmacher notwendig.

Die Feldseite des Steintores ist sehr schlicht gehalten. Neben einer kleinen Sandstein­tafel mit dem Stadt- und Landeswappen sind noch segmentbogige Schießscharten erkennbar, hakenförmige Steine lassen das Fallgatter erahnen.
Steintor der Hansestadt RostockSteintor der Hansestadt Rostock
An der Stadtseite des Tores tragen Löwen die drei Wappen, die die Stadt auf ihrem langen Weg der Geschichte benutzt hat: den Greif (Geheimsiegel), den Stierkopf (Großes Stadtsiegel) und das dreifarbige Schild mit dem Greif im oberen Feld (das hanseatische Stadtwappen).

Darunter steht die Inschrift: "Sit intra te concordia et publica felicitas" ("In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen").

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