Stasi-Knast

Dokumentations- und Gedenkstätte des BStU in der ehemaligen U-Haft der Stasi in Rostock

Der Staatssicherheitsdienst der DDR überwachte und unterdrückte im Auftrag der herrschenden SED die eigene Bevölkerung und betrieb Spionage im Ausland.

In Gedenken an die ehemaligen Häftlinge wurde durch den Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) in Rostock eine Dokumentations- und Gedenkstätte eingerichtet.
Sie ist Teil des Dokumentationszentrums des Landes Mecklenburg-Vorpommern für die Opfer deutscher Diktaturen. In den Räumen der Haftanstalt gibt eine ständige Ausstellung Auskunft über Geschichte, Struktur und Wirkungsweise des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS).

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Anhand von Originaldokumenten, Original-Tondokumenten, Videovorführungen, Fotos und Berichten von Zeitzeugen wird die Vergangenheit der Stasi-U-Haft in Rostock auf anschauliche Weise dargestellt.
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Das Gebäude der Untersuchungshaftanstalt befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit.
Es wurde Ende der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts errichtet. In den umliegenden Häusern wohnten Mitarbeiter der Stasi. Für Außenstehende bestand keine Möglichkeit, den Innenhof einzusehen.
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Auf drei Etagen konnten hier in ca. 50 Zellen bis zu 110 Frauen und Männer gleichzeitig inhaftiert werden. Die Einzelzellen besaßen eine Größe von 7,5 Quadrat­metern mit Waschbecken und freistehendem WC.

Anstelle der Fenster gab es Glasbausteine, durch die nur wenig Tageslicht drang. Die Häftlinge sollten nicht sehen können, wo sie sich befinden.

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Im Keller des Gebäudes gibt es vier Dunkelzellen, die sich nicht mehr im Originalzustand befinden.

Sie erhalten Information und Beratung zur privaten Akten­einsicht, Rehabilitierung, Wiedergutmachung und Forschungsmöglichkeiten.

Aktuelle Sonderausstellung:

Die verordnete Solidarität. Der Umgang mit "Fremden" in der DDR.

27. Juni bis 26. August 2017

Bis Ende August haben Interessierte die Gelegenheit, sich in der Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen U-Haft der Stasi über den Umgang mit "Fremden" in der DDR zu informieren. Die Sonderausstellung "Die verordnete Solidarität" greift Aspekte der von "oben" initiierten internationalen Solidarität und der zu damaligen Zeiten eher widersprüchlichen Asyl- und Ausländerpolitik auf. In der Konsequenz entwickelten sich in einigen Teilen der Bevölkerung Fremdenangst und -feindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus. Vereinzelt dokumentieren auch Stasi-Akten, wie versucht wurde, diese Problematik zu vertuschen.


Öffnungszeiten:

März bis Oktober Die-Fr 10:00-18:00 Uhr, Sa 10:00-17:00 Uhr
November bis Februar Die-Fr 09:00-17:00 Uhr, Sa 10:00-17:00 Uhr
Sonntags, montags und an Feiertagen geschlossen

Führungen:
Öffentliche Führungen am Mittwoch und Samstag um 14:00 Uhr
Gruppen ab 10 Personen und Führungen nach Voranmeldung
Führungen in englischer Sprache nach vorheriger Vereinbarung

Bitte beachten Sie, dass es keinen behindertengerechten Zugang gibt!

Kontakt

Stasi-Knast
Hermannstraße 34b, Hofseite vom "Haus der Justiz"
18055 Rostock

Telefon: 0381 4985651

Veranstaltungstermine

26.08.2017 Besuchertag: Erinnern - Verstehen - Gestalten
Die Stasi-Haftanstalt Rostock vor der Sanierung
Bevor die Sanierung die ehemalige Stasi-Untersuchungshaftanstalt Rostock beginnt, sind interessierte Besucher noch einmal herzlich zu einem Rundgang durch das Gebäude eingeladen. Ein kurzweiliges Programm sorgt für abwechslungsreiche Unterhaltung:
17:00 Uhr - 18 Jahre Dokumentations- und Gedenkstätte (DuG) Rostock
17:30 Uhr - "Gesicht zur Wand" - Filmvorführung und Autoren-Gespräch
19:45 Uhr - Unbotmäßige Lieder - Kritische DDR-Rocksongs
20:30 Uhr - Eingesperrt sein und danach - Konzert mit Stephan Krawczyk
Zeit:ab 17:00 Uhr

Weitere Termine finden Sie auf unserer Seite "Veranstaltungen"!

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