Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock

„Stasi-Knast“ – ehemalige U-Haft des Staats­sicherheits­dienstes der DDR

In Gedenken an die ehemaligen Häftlinge wurde 1999 durch den Bundes­beauftragten für die Unterlagen des Staats­sicherheits­dienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) in Rostock eine Dokumentations- und Gedenk­stätte eingerichtet. Sie war Teil des Dokumentations­zentrums des Landes Mecklenburg-Vorpommern für die Opfer deutscher Diktaturen.

2017 wurde die Ausstellung geschlossen und das Haus von 2018 bis 2021 umfassend saniert. Im Juli 2021 fand die Wieder­eröffnung unter der Trägerschaft der Landes­zentrale für politische Bildung statt. Zunächst dokumentiert die Interims­ausstellung die Geschichte des Ortes und die Schicksale von Menschen, die hier inhaftiert waren.

In den Räumen der Haftanstalt erfahren die Besucher mehr über Geschichte, Struktur und Wirkungs­weise des Ministeriums für Staats­sicherheit (MfS). Anhand von Original­dokumenten, Original-Tondokumenten, Video­vorführungen, Fotos und Berichten von Zeitzeugen wird die Vergangenheit der Stasi-U-Haft in Rostock auf anschauliche Weise dargestellt. Ein Rundgang ermöglicht es, den Weg eines Inhaftierten vom Moment seiner Ankunft an nachzuverfolgen.

Stasi-Knast RostockStasi-Knast Rostock

Rückblick

Das Gebäude der Untersuchungs­haftanstalt befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Bezirks­verwaltung des MfS. Es wurde Ende der fünfziger Jahre des 20. Jahr­hunderts errichtet. In den umliegenden Häusern wohnten Mitarbeiter der Stasi. Für Außen­stehende bestand keine Möglichkeit, den Innenhof einzusehen.

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Auf drei Etagen konnten hier in ca. 50 Zellen bis zu 110 Frauen und Männer gleichzeitig inhaftiert werden. Die Einzel­zellen besaßen eine Größe von 7 Quadrat­metern mit Waschbecken und frei­stehendem WC. Anstelle der Fenster gab es Glas­bausteine, durch die nur wenig Tageslicht drang. Die Häftlinge sollten nicht sehen können, wo sie sich befinden. Überwiegend aus politischen Gründen wurden hier bis zu 4 900 Personen bis 1989 inhaftiert. Der Staats­sicherheits­dienst der DDR überwachte und unter­drückte im Auftrag der herrschenden SED die eigene Bevölkerung.


Öffnungszeiten:

Individuelle Besuche und Führungen auf Anfrage von Montag bis Freitag

+++ Aufgrund der aktuellen Lage kann es zu kurzfristigen Änderungen des Programms, der Öffnungszeiten bzw. zu Schließungen der Einrichtungen kommen. +++

Anschrift/Kontakt

Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock
Grüner Weg 5
18055 Rostock

0157 30285136

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