Dokumentationszentrum Prora

Das Dokumentationszentrum Prora befindet sich in Block III der Anlage des als "Koloss von Rügen" bekannt gewordenen ehemaligen "KdF-Seebades" Rügen in Prora. Der 4,5 Kilometer lange Komplex wurde im Auftrag der "NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude" in den 30er-Jahren des vorherigen Jahrhunderts erbaut. 20 000 Menschen sollten hier gleichzeitig Urlaub machen können.

Fünf große "KdF-Seebäder" entlang von Nord- und Ostsee waren geplant, allerdings wurde nur in Prora mit der Realisierung der Idee begonnen. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden die Bauarbeiten jedoch eingestellt und die Baufirmen zu kriegs­wichtigen Bauten abgezogen. Die Anlage blieb unvollendet.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude teilweise von der Roten Armee, später von der Nationalen Volksarmee, genutzt. Heute stehen die Gebäude weitgehend leer, in einigen Teilen sind sie zu Ruinen verfallen.

Das Dokumentationszentrum zeigt die Dauerausstellung "MACHTUrlaub" und präsentiert wechselnde Sonderausstellungen. "MACHTUrlaub" informiert Sie anschaulich über die Planung und Baugeschichte des "KdF-Seebades" und dokumentiert die Bedeutung Proras im Rahmen der Arbeits- und Sozialgeschichte des Nationalsozialismus.
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Dadurch entsteht – unter anderem mit Ton- und Filmdokumenten aus jener Zeit – ein umfassendes Porträt der Arbeits- und Lebenswelt im "Dritten Reich". Sie erfahren, wie der NS-Staat die Menschen ideologisch formte und auf den Krieg vorbereitete. Die Präsentation wird durch einen 30-minütigen Film ergänzt.

Im Lesecafé des Museums können Sie im Anschluss an den Ausstellungsbesuch Ihre Eindrücke anhand der dort ausliegenden Literatur zum Thema "NS-Herrschaft" vertiefen. Angeboten werden warme und kalte Getränke und Bio-Gebäck.

Aktuelle Sonderausstellung:

Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof am Ner – Geschichte und Erinnerung
Eine Ausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

16. September 2016 bis 15. Juni 2017

Sonderausstellung: Vernichtungslager Kulmhof Am 08. Dezember 1941 wurden in dem kleinen Dorf Kulmhof am Ner (Chełmno nad Nerem), etwa 70 Kilometer nordwestlich von Łódź (Litzmannstadt), einige Hundert Juden mit Motorabgasen ermordet. Die Inbetriebnahme dieser Vernichtungsstätte durch das SS-Sonderkommando Lange ist der Beginn der nationalsozialistischen Massentötung an den europäischen Juden durch Giftgas. Nach 1945 blieb Kulmhof das unbekannte unter den nationalsozialistischen Vernichtungslagern.
Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte des Vernichtungslagers Kulmhof und gedenkt gleichzeitig der mehr als 150 000 Menschen, die dort getötet wurden. Auf zwölf Ausstellungs­tafeln werden die Entstehung des Lagers, der Vernichtungsprozess und persönliche Schicksale dokumentiert. Die Ausstellung zeigt zudem, welche Spuren auch 70 Jahre nach dem Verbrechen am Ort noch zu entdecken sind. Zusätzlich werden ausgewählte Zitate von Zeitzeugen präsentiert.


Öffnungszeiten:

März & April Täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
Mai bis August Täglich von 09:30 bis 19:00 Uhr
September & Oktober Täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
November Täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr
08. bis 31. Januar Täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr
Februar Täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr
(Einlass bis eine Stunde vor Schließung)

Öffentliche Führungen über die Anlage des geplanten "KdF-Seebades":
April bis Oktober täglich um 11:15 und 14:00 Uhr

Führungen per Fahrrad
Jeden Mittwoch um 10:00 Uhr oder nach Absprache
Treffpunkt: Seebrücke am Schmachter See in Binz
Räder sind selbst mitzubringen!

Kontakt

Dokumentationszentrum Prora
Objektstraße (Block 3, Querriegel)
18609 Binz OT Prora

Telefon: 038393 13991

Veranstaltungstermine

30.04.2017 Ausstellungseröffnung:
"Dreimal Deutschland und zurück"
Sie sehen Malerei, Skizzen und Druckgrafiken von Armin Mueller-Stahl. Björn Engholm ist als Laudator anwesend.
Zeit:ab 15:00 Uhr
Infos/Tickets:038393 13991

Weitere Termine finden Sie auf unserer Seite "Veranstaltungen"!

(alle Angaben ohne Gewähr)

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