G8-Gipfel in Heiligendamm

Vom 6. bis zum 8. Juni 2007 trafen sich in Heiligendamm an der mecklenburgischen Ostseeküste die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen und Russlands zum G8-Gipfel:
Ministerpräsident Shinzo Abe (Japan), Ministerpräsident Stephen Harper (Kanada), Präsident Nicolas Sarkozy (Frankreich), Präsident Wladimir Putin (Russland), Bundes­kanzlerin Angela Merkel (BRD), US-Präsident George W. Bush, Premierminister Tony Blair (Großbritannien), Ministerpräsident Romano Prodi (Italien) und EU-Kommisionspräsident José Manuel Durão Barroso (Präsident der Europäischen Kommission).
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Unter dem Motto "Wachstum und Verantwortung" waren die thematischen Schwerpunk­te der Gespräche die Ausgestaltung der globalisierten Weltwirtschaft und die Entwicklung Afrikas.
In einem "Outreach" kamen zu einem erweiterten Dialog Nichtmitgliedsländer wie China, Indien, Mexiko, Brasilien, Südafrika, Ägypten, Algerien, Nigeria, Senegal, Äthiopien und Ghana.

Bereits zum fünften Mal übernahm Deutschland die Präsidentschaft in der Gruppe der Acht, zu der Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, die USA und Russland gehören. 1975 fand der erste Weltwirtschaftgipfel (damals noch G6) im französischen Rambouillet statt.

2007 trafen sich zum G8-Gipfel die Gäste und Delegationen im ältesten Seebad Deutsch­lands. Neben der exquisiten Lage Heiligendamms bot das luxuriöse Kempinski Grand Hotel hervorragende Bedingungen.

Der G8-Gipfel stieß in Teilen der Weltbevölkerung auf starken Widerstand. Vor und während des Treffens organisierten Globalisierungskritiker zahlreiche Protestveran­staltungen.
Am 7. Juni gaben Herbert Grönemeyer, Bono und weitere nationale und internationale Künstler im Rostocker IGA Park ein Konzert, um am Rande des G8-Gipfels für die Aktion "Deine Stimme gegen Armut" die Vertreter der führenden Industrienationen an ihr Versprechen zu erinnern, mehr Geld für Entwicklungshilfe auszugeben. An diesem Konzert nahmen 80 000 Menschen teil.

Zum Schutz des Tagungsortes wurde unter anderem ein zwölf Kilometer langer und 2,50 Meter hoher Zaun mit Stacheldraht, Kameraüberwachung und Bewegungsmeldern rund um Heiligendamm errichtet. Das angrenzende Seegebiet wurde komplett und der Luftraum teilweise gesperrt.

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