Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Der Nationalpark bietet den Dünentalmooren, Salzgrasinseln, Nehrungen, Küstenseen und Windwatten, den Steil- und Flachküsten, den naturnahen Waldbeständen und dem größten Kranichrastplatz Mitteleuropas Schutz und Erhalt.
Er ist mit 80 500 Hektar Fläche die größte noch naturbelassene Landschaft Mitteleuropas.
Das Schutzgebiet kann in weiten Teilen individuell und auch auf geführten Wanderungen besucht werden.
Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft - Zeesboot auf dem BoddenNationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft - Kraniche fliegen zu ihren Schlafplätzen bei Zingst

Wie die Küstenregion entstand

Die letzte Eiszeit legte die Basis für die Beschaffenheit der Boddenlandschaft: Mit ihrem Ende vor ungefähr 12 000 Jahren stieg der Spiegel der Ostsee kontinuierlich an. – Solange, bis er vor ca. 5 000 Jahren unser heutiges Niveau erreichte. Das Land wurde überflutet und bereits vorhandene Höhenrücken blieben als Inseln zurück. Im Laufe der Zeit trug das Meer immer mehr von ihrem Material ab. Es lagerte sich als Sandhaken, Nehrungen und Halbinseln an anderen Stellen wieder an. Die flachen Buchten, in denen sich Brackwasser aus der Ostsee und Süßwasser aus den Flüssen mischen, sind heute als "Bodden" bekannt.

Mit der Auffüllung von Senken auf dem Meeresgrund begann die Neulandbildung: Sand­platten – sogenannte "Schaare" – fallen bei Niedrigwasser trocken und sind Ausgangs­punkt für Strandwälle, die zu Dünen aufgeweht werden. Zwischen den Strandwällen blieben langgestreckte Vertiefungen erhalten. In den "Riegen" sammelte sich Süßwasser und erste Vermoorungen setzten ein. – Bis heute ist diese sehr beeindruckende Land­schaftsform im Bereich des nördlichen Darß zu erleben.

Schutz und Förderung heute

Im März 2015 wurde die Kurverwaltung Ahrenshoop durch den Minister für Landwirt­schaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Till Backhaus, zum neuen Nationalparkpartner ernannt. Damit ist sie eine von 15 Mitgliedern, die bestrebt sind, in ihrer täglichen Arbeit den Gedanken des Nationalparks an Gäste und Einheimische zu vermitteln, den Schutz­zweck und den Tourismus in der Region zu fördern. Zu den Partnern des Nationalparks gehören neben der Kurverwaltung Ahrenshoop auch die Kur- und Tourismus GmbH Zingst, ein Fahrgastbetrieb, ein Anbieter für Rad-, Wander- und Kajaktouren sowie verschiedene Gastgeber der Halbinsel.
Rinder weiden auf den Grasflächen der Schutzzone 2Silberreiher, Schwäne und Enten bewohnen die Schilfgürtel auf Fischland-Darß-Zingst

Nutzung

Der Nationalpark ist in mehrere Bereiche untergliedert. Die "Schutzzone 2" wird als "Pflege- und Entwicklungszone" bezeichnet. Die Flächen werden für eine ökologische Landwirtschaft genutzt, Rinder und Wasserbüffel "pflegen" die Grasflächen. Die Schutzzone 2 umgibt die Kernzone des Nationalparks, die nicht bewirtschaftet werden darf. Sie ist ausschließlich den hier lebenden Tieren und Pflanzen vorbehalten. Besucher dürfen das Gebiet nur auf besonderen Wegen erkunden.

Naturerlebnisse im Nationalpark

In verschiedenen Einrichtungen, auf Führungen oder "auf eigene Faust" können Sie den Nationalpark kennenlernen. Hier einige Beispiele:

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