Otto-Lilienthal-Museum

Lilienthals großer Traum: in die Lüfte abheben und sich frei wie ein Vogel fühlen...

Auf einer Fläche von ca. 600 m² werden Leben und Werk Otto Lilienthals auf anschauliche Weise dokumentiert.
Das Haus versteht sich als "technisches Personal­museum". Es erzählt Luftfahrt­geschichte, jedoch mit einer sich von anderen Luftfahrtmuseen unterscheidenden Schwerpunktsetzung: Im Zentrum steht nicht Geburt und Entwicklung des Flugzeugs, sondern der Wendepunkt von der Vorgeschichte des Fliegenwollens zur Geschichte des Fliegenkönnens.
Vorflügelapparat 1895

Das Prinzip vom Fliegen hautnah erleben und verstehen

Das Otto-Lilienthal-Museum folgt mit viel "Begreifbarem" einem wichtigen Ausstellungs­prinzip: "Fliegen lernen" und "Physik vom Fliegen" sind zwei Ausstellungsbereiche, in denen Ihnen an Simulatoren oder einfachen Knopfdruck-Experimenten komplizierte Themen spielerisch nahegebracht werden.

Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden die ca. 14 unterschiedlich genau überlieferten Flugzeugkonstruktionen Lilienthals, darunter die erste Serienproduktion eines Flugzeugs in der Geschichte überhaupt. Nur zwei Flugzeugkonstruktionen sind als Originale erhalten, alle anderen Konstruktionen sind schriftlich oder fotografisch überliefert.

Flugobjekte des Otto-Lilienthal-Museum
Die gegenständliche Rekonstruktion des Flugzeugbaus Lilienthals hat in den vergangenen 20 Jahren unter anderem Stefan Nitsch übernommen. Er wertete hierfür alle verfügbaren Quellen in Archiven und Museen verschiedener Länder aus.
Die DIA-Audio-Schau "Menschenflügel - Schwingenträume" erzählt Traum und Trauma von 1 000 Jahren Luftfahrt in 10 Minuten, 100 Bildern und wenigen Sätzen.
Großer Schlagflügelapparat 1896Sturmflügelmodell 1894

Otto Lilienthal – Flugpionier und Erfinder der Anker-Bausteine

Darüber hinaus zeigt das Museum auch eine Seite Lilienthals, die vielen nicht bekannt ist, aber vor allem bei den jüngsten Besuchern für Begeisterung sorgen dürfte: Noch lange bevor an einen ersten Flugversuch mit einem selbst konstruierten Fluggerät überhaupt zu denken war, erfand Otto Lilienthal zusammen mit seinem Bruder Gustav den berühmten "Anker-Steinbaukasten".
Experiment im Otto-Lilienthal-MuseumProspekt des Anker SteinbaukastensModell des phantastischen Luftschiffs "Minerva", 1784
Kaum zu glauben: Obwohl die bunten Bausteine bis heute zu den beliebtesten Kinder­spiel­zeugen gehören, konnten die Lilienthal-Brüder nicht von ihrer Erfindung profitieren. Da beiden die Produktion und Vermarktung der Steine nicht recht gelingen wollte, verkauften sie das Herstellungsverfahren an Friedrich Adolf Richter – einen tüchtigen Geschäftsmann, der sofort das Patent für die Bausteine anmeldete und deren Groß­produktion initiierte. Der im Lilienthal-Museum ausgestellte Briefwechsel dokumentiert den langwierigen, bitteren Streit zwischen Richter und den Brüdern um die Patentrechte.
In der Abteilung "Baukästen" können sich Ihre Kids beim Bauen und Planen ausprobieren, während Sie ganz entspannt einen Rundgang durch das Museum unternehmen.
AeronauticonAeronauticon

Der Natur- und Erlebnispark: "Aeronauticon"

Besuchen Sie auch das längerfristige Ausstellungsprojekt "Aeronauticon", welches gemeinsam mit dem Flugplatz Anklam und dem Verein für Jugendhilfe verwirklicht wird! Das "Aeronauticon" ist der museumspädagogische Natur- und Erlebnispark des Otto-Lilienthal-Museums auf dem Gelände des Anklamer Flugplatzes. Es spannt den Bogen vom Flug in der Natur zur aktuellen Luftfahrt vor Ort und bietet Natur und Technik zum Anfassen und Ausprobieren:
  • mehrere Spiel- und Klettergerüste wie Fluggeräte, Tower und Riesenvogel
  • Natur- und Techniklehrpfad
  • BMX- und Skaterbahn

Das Museum wurde 1996 durch die "Fédération Aéronautique Internationale" als "FAI rocognized Museum" geehrt und erhielt 1999 als erstes ostdeutsches Museum den Titel "Museum of the Year Award - Special Commandation".


Otto Lilienthal

Anklam ist Otto Lilienthals Geburtsstadt. Er besuchte das noch heute existierende Gymnasium und führte hier erste flugtechnische Experimente und Vogelstudien durch. Nach seiner Ausbildung in Potsdam und Berlin zum Maschinenbauingenieur siedelte er sich in Berlin und Lichterfelde an.

1991 - zum Jubiläum "100 Jahre Menschenflug" - wurde das eigenständige "Otto-Lilienthal-Museum" in Anklam feierlich eröffnet. Der Aufbau des Museums wurde aus Bundes- und Landesmitteln unterstützt und durch Nachfahren des Flugpioniers gefördert.
Bereits 1996 konnte das Gebäude anlässlich des 100. Todestages des Flugpioniers durch einen Erweiterungsbau ergänzt werden.


Öffnungszeiten:

November bis April
Mittwoch bis Freitag 11:00 bis 15:30 Uhr
Sonntag 13:00 bis 15:30 Uhr

Mai
Dienstag bis Freitag 10:00 bis 17:00 Uhr
Samstag und Sonntag 13:00 bis 17:00 Uhr

Juni bis September
Täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr

Oktober
Dienstag bis Freitag 10:00 bis 17:00 Uhr
Samstag und Sonntag 13:00 bis 17:00 Uhr


Am 24. und 31.12. geschlossen!
Erweiterte Öffnungszeiten und Führungen auf Anfrage möglich.

Kontakt

Otto-Lilienthal-Museum
Ellbogenstraße 1
17389 Anklam

Telefon: 03971 245500

(alle Angaben ohne Gewähr)

nach oben


Zuklappen