



1806 studierte Sir Francis Beaufort die Auswirkungen des
Windes auf Segel und Seegang. Er entwickelte zur Bestimmung der Windstärke
eine phänomenologische Skala, dessen Maßeinheit Beauforts Namen
erhielt und mit "bft" abgekürzt wird.
Beim Seegang handelt sich um die vom Wind erzeugte unregelmäßige
Bewegung der Wasseroberfläche. Kapitän Peter Petersen veröffentlichte
1927 eine Seegangsskala mit Stärken von 0 bis 9. Seit 1939 ist sie
international anerkannt.
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Windstärke, Bezeichnung und Auswirkungen an Land
Windstärke 0 |
Seegangsstärke, Bezeichnung und Auswirkungen auf See
Seegangsstärke 0 |
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Bezeichnung: Windstille Rauch steigt senkrecht auf 0,0 - 0,2 m/sek bis 1 km/h |
Bezeichnung: vollkommen glatte See spiegelglatte See bis 1 Knoten Wellenlänge bis 5 m Wellenhöhe 0 m |
| Windstärke 1 | Seegangsstärke 1 |
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Bezeichnung: leiser Zug Rauchablenkung sichtbar, Wind- flügel und Windfahnen unbewegt 0,3 - 1,5 m/sek bis 5 km/h |
Bezeichnung: ruhige, gekräuselte
See kleine schuppenförmig aussehende Kräuselwellen ohne Schaumköpfe 1 - 3 Knoten Wellenlänge bis 15 m Wellenhöhe 0-0,25 m |
| Windstärke 2 | |
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Bezeichnung: leichte Brise Wind im Gesicht spürbar, Blätter rascheln. 1,6 - 3,3 m/sek bis 11 km/h |
4 - 6 Knoten |
| Windstärke 3 | Seegangsstärke 2 |
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Bezeichnung: schwache Brise dünne Zweige und Blätter bewegen sich 3,4 - 5,4 m/sek bis 19 km/h |
Bezeichnung: schwach bewegte See Wellen ausgeprägter, Kämme sehen glasig aus und brechen sich nicht, vereinzelt weiße Schaumköpfe 7 - 10 Knoten Wellenlänge bis 25 m Wellenhöhe 0,25 - 1 m |
| Windstärke 4 | Seegangsstärke 3 |
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Bezeichnung: mäßige Brise Wimpel gestreckt, loses Papier fliegt 5,5 - 7,9 m/sek bis 28 km/h |
Bezeichnung: leichte, bewegte See ziemlich verbreitet treten weiße Schaumköpfe auf, die sich brechende See rauscht 11 - 15 Knoten Wellenlänge bis 50 m Wellenhöhe 0,75 - 2 m |
| Windstärke 5 | Seegangsstärke 4 |
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Bezeichnung: frische Brise größere Zweige bewegen sich 8 - 10,7 m/sek bis 38 km/h |
Bezeichnung: mäßig bewegte
See überall weiße Schaumköpfe, vereinzelt schon Gischt, brechen der See hört sich wie Murmeln an 16 - 21 Knoten Wellenlänge bis 75 m Wellenhöhe 2 - 4 m |
| Windstärke 6 | Seegangsstärke 5 |
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Bezeichnung: starker Wind starke Äste bewegen sich, Pfeifen an Drahtseilen, knatternde Fahnen 10,8 - 13,8 m/sek bis 49 km/h |
Bezeichnung: grobe See größere Wellen, Kämme brechen sich und hinterlassen größere weiße Schaumflächen, dumpfes, rollendes Geräusch der sich brechenden See 21 - 27 Knoten Wellenlänge bis 100 m Wellenhöhe 3 - 6 m |
| Windstärke 7 | Seegangsstärke 6 |
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Bezeichnung: steifer Wind Bäume bewegen sich, Widerstand beim Gehen gegen den Wind 13,9 - 17,1 m/sek bis 61 km/h |
Bezeichnung: sehr grobe See See türmt sich, der beim Brechen entstehende weiße Schaum beginnt sich in Streifen in die Windrichtung zu legen 28 - 40 Knoten Wellenlänge bis 135 m Wellenhöhe 5 - 7 m |
| Windstärke 8 | |
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Bezeichnung: stürmischer Wind Autos geraten ins Schleudern, Zweige brechen von Bäumen, beim Gehen erhebliche Behinderungen 17,2 - 20,7 m/sek bis 74 km/h |
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| Windstärke 9 | Seegangsstärke 7 |
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Bezeichnung: Sturm kleinere Schäden an Häusern, Ziegel und Rauchhauben werden von Dächern gehoben, Garten- möbel werden umgeworfen und verweht 20,8 - 24,4 m/sek bis 88 km/h |
Bezeichnung: hohe See mäßig hohe Wellenberge mit Kämmen von beträchtlicher Länge, von den Kanten der Kämme beginnt Gischt ab- zuwehen, Schaum legt sich in ausge- prägten Streifen in die Windrichtung 41 - 47 Knoten Wellenlänge 150 bis 200 m Wellenhöhe 7 - 10 m |
| Windstärke 10 | Seegangsstärke 8 |
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Bezeichnung: schwerer Sturm entwurzelte Bäume, Baumstämme brechen, Gartenmöbel werden weggeweht, größere Schäden an Häusern, selten im Landesinneren 24,5 - 28,4 m/sek bis 102 km/h |
Bezeichnung: sehr hohe See hohe Wellenberge mit langen über- brechenden Kämmen, See weiß durch Schaum, schweres stoßartiges Rollen der See, Sicht durch Gischt stark be- einträchtigt 48 - 63 Knoten Wellenlänge bis 250 m Wellenhöhe über 10 m |
| Windstärke 11 | |
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Bezeichnung: orkanartiger Sturm heftige Böen, schwere Schäden an Wäldern, Dächer werden abge- deckt, Autos aus der Spur gewor- fen, dicke Mauern beschädigt, Gehen ist unmöglich. 28,5 - 32,6 m/sek bis 117 km/h |
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| Windstärke 12 | Seegangsstärke 9 |
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Bezeichnung: Orkan schwerste Sturmschäden und Verwüstungen > 32,7 m/sek ab 117 km/h |
Bezeichnung: außergewöhnlich
schwere See außergewöhnlich hohe Wellenberge, See völlig weiß, Luft mit Schaum und Gischt angefüllt, keine Fernsicht, Rollen der See wird zum Getöse 64 - > Knoten Wellenlänge bis 300 m und mehr Wellenhöhe über 10 m |
Üblicherweise wird die Windgeschwindigkeit mit einem
Schalenkreuzanemometer, einem kleinen rotierenden Windmessgerät, gemessen.
Dagegen erfassen der Ultraschallanemo-
meter und SODAR-Systeme (Sonic Detecting And Ranging) die Ausbreitung von
Schall-
wellen und können auf diese Weise vertikale Profile messen. Sie dienen
der Ergänzung
der konventionellen Windmessung und können sowohl Windgeschwindigkeit
als auch Windrichtung berechnen.
Da der Wind nicht konstant weht, legte die World Meteorological Organization
(WMO)
fest, dass für die in Wetterkarten und Stationsmeldungen angegebene
Windstärke der
10-minütige Mittelwert angegeben wird.
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