Die dreischiffige gotische Hallenkirche ist bereits der zweite Kirchenbau an gleicher Stelle. Nach der Zerstörung der Vorgängerkirche 1248 begannen die Flensburger 1284 mit dem Neubau ihrer St.-Marien-Kirche.
Die Kirche umfasste zunächst drei Joche im Westen. Erst um 1400 wurde die Kirche um zwei Joche nach Osten hin erweitert. Die Seitenschiffe erhielten Kapellen mit unterschiedlicher Tiefe und großen dreiteiligen Fenster. Ein Dachreiter schmückte den damals noch turmlosen Bau.

Der Altar, von Dietrich Nacke gestiftet, ist aus dem Jahr 1598. An diesem Kunstwerk arbeiteten mehrere Flensburger Schnitzer, unter anderen Heinrich Ringerinck. Von Jan van Enum stammen die Gemälde. Links neben dem Sockelgeschoss steht Petrus mit dem Schlüssel des Himmelreichs, auf der rechten Seite ist Paulus mit dem Schwert des Glaubens aufgestellt.

Von 1730 bis 1731 wurde ein Turm mit einer Barockhaube über
dem Westjoch des Mittelschiffes auf verstärkten Turmeckpfeilern und der alten
Westfassade errichtet. Ein mächtiges Mansarddach fasst seit 1788 das Mittelschiff
und die Seitenschiffe zusammen.
Nach Plänen des Architekten Johannes Otzen wurde von 1878 bis 1880 die
Barockhaube durch einen spitzen Turmhelm ersetzt. Die Glockenstube befindet sich
hinter den Turmgiebeln, die je zwei spitzbogige Schallöffnungen besitzen.


Die Architektur der Hallenkirche können Sie sehr gut an der mächtigen Ostwand erkennen. Sie wird von zwei Pfeilern gestützt und ist aus roten Klostersteinen gemauert. Der Giebel besteht aus gelben Ziegeln und zeigt ein Ochsenauge und die Zahl 1788. Im Norden der Kirche wurde 1901 eine doppelstöckige Sakristei mit Treppenturm angebaut. Als Haupteingang dient heute der aus dem Jahr 1958 stammende Portalvorbau an der Südseite der Kirche.
(alle Angaben ohne Gewähr)
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