Schloss Güstrow

Residenzschloss mit südlichem Flair

Am Rande der Güstrower Altstadt überrascht das bedeutendste Renaissanceschloss Norddeutschlands durch seinen unerwartet südländischen Charme.
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Herzog Ulrich von Mecklenburg ließ sich hier 1568 eine herrschaftliche Residenz errichten. Der eindrucksvolle Süd- und Westflügel verband die für diese Zeit einzigartige Synthese französischer, italienischer und deutscher Baugedanken. Wohl aus Kostengründen wurden die Nord- und Ostpartien schlicht gehalten.

Aus der Erbauungszeit haben sich prächtige Stuckdecken erhalten, die zu den bemerkenswertesten Norddeutschlands zählen. Besonders üppig präsentiert sich die Festsaaldecke mit vorwiegend exotischen Jagdszenen nach niederländischen Kupfer-
stichen. Herzog Johann Albrecht II. ließ sie 1620 anbringen.

1657 gab der letzte Güstrower Herzog Gustav Adolf die Modernisierung seiner Residenz
in Auftrag. Hauptzeugen dieser Ära sind das barockklassizistische Torhaus und die zur Orangerie ausgebaute Schlossbrücke. Im Baubestand reduziert, diente der einstige Herzogssitz von 1817 bis 1945 als mecklenburgisches Landarbeitshaus. Nach einer umfassenden Restaurierung in den Jahren 1963 bis 1978 erstrahlt ein Großteil der historischen Repräsentationsräume wieder in ursprünglicher Pracht.

Seit 1972 zeigt das Schloss Güstrow Teile der Kunstsammlungen des Staatlichen Museums Schwerin. Die stimmungsvollen Gewölbe des Untergeschosses bergen die bedeutende Mittelalterabteilung mit herausragenden Einzelstücken. Vom hohen Prestigewert feudaler Jagdvergnügungen zeugt eine wertvolle Kollektion herzoglicher Jagd- und Prunkwaffen.

Glassammlung In den früheren Hofstuben, Wohn- und Empfangsräumen lassen kostbare Gemälde, Skulpturen und Möbel der Renaissance und des Barock Glanz und Internationalität des ehemaligen Fürstensitzes wiederaufleben.
Wo ehemals die Herzogin mit ihrem Hofstaat residierte, sind heute eine reichhaltige Glassammlung und aus-
drucksstarke Beispiele ostdeutscher Porträtmalerei zu bewundern.
Das nach historischen Stichen rekonstruierte Gartenparterre lädt Sie zum Lustwandeln zwischen duftenden Lavendelbeeten, schattigen Laubengängen und stillen Wasser-
gräben ein. Höhepunkt der zahlreichen Konzerte und Veranstaltungen ist der jährliche Sommertraum am alten Schloss, ein unbeschwertes Gartenfest zur Zeit der Lavendelblüte mit Gauklern, Artisten und zauberhaften Fantasiegestalten, jeweils am dritten Samstag im Juli.

Öffnungszeiten:
15. Oktober - 14. April
Di-So und Feiertage 10:00 bis 17:00 Uhr

an Feiertagen:
03. Oktober 12:00 bis 18:00 Uhr
31. Oktober 12:00 bis 17:00 Uhr
24. Dezember geschlossen
25. Dezember 12:00 bis 17:00 Uhr
26. Dezember 10:00 bis 17:00 Uhr
31. Dezember 10:00 bis 16:00 Uhr
01. Januar 12:00 bis 17:00 Uhr

15. April - 14. Oktober
täglich 10:00 bis 18:00 Uhr

(alle Angaben ohne Gewähr)


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