Heimatmuseum Freest

Das im ehemaligen Zollhaus untergebrachte Heimatmuseum erwartet Sie mit einer umfangreichen Sammlung aus der Geschichte des kleinen Fischerdorfes Freest: Sieben Räume für Dauerausstellungen und weitere Räumlichkeiten für Wechselausstellungen und Vorträge empfangen Sie zu einer spannenden Reise in die vielseitige Vergangenheit des Ortes und dessen maritime Lebenskultur.
Freester HeimatstubeFreester Heimatstube
Das Museum zeigt ein altertümliches Wohnzimmer, eine Küche, ein Schlafzimmer, ein Schulzimmer, eine Frisierstube und ein Nähstübchen. – Charmant-urige Wohn- und Lebensbereiche einer schon fast vergessenen Zeit...
Jeder noch so kleine Gegenstand, wie zum Beispiel auch die Puppen und Puppenwagen, wurden von Menschen aus der Region gespendet. Zu den bekanntesten Exponaten zählen zweifelsohne die beliebten handgeknüpften Freester Fischerteppiche, die Sie bei Gefallen auch erwerben können.
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Geschichte des Museums

Die Idee für die Heimatstube stammt von Erich Mundstock, einem früheren Freester Lehrer und Schuldirektor. Er sammelte zahlreiche Gegenstände des ganz alltäglichen Lebens aus früheren Zeiten. 1962 gründete er in der Freester Schule schließlich die Heimatstube und gab seiner Sammlung damit erstmals einen festen Platz. Mit seinem Tod im Jahre 1987 wurde die Heimatstube geschlossen, bevor man sie schließlich nach der politischen Wende an die Gemeinde Kröslin übergab. 1992 freute sich die Gemeinde darüber, dass das ehemalige Zollhaus wieder als Museum eröffnen konnte.
Obwohl die Ausstellung über die Jahre kontinuierlich gewachsen ist, bezeichnen noch heute viele Freester ihr Museum liebevoll als "Heimatstube".
Freester HeimatstubeFreester Heimatstube

Die Fischerteppiche

Das Knüpfen von Fischerteppichen ist eines der traditionellsten Handwerke an der Ostsee und wurde zum ersten Mal 1495 schriftlich erwähnt. In den 1920er-Jahren – zur Zeit der Welt­wirtschaftskrise – erfuhr die Kunst eine Renaissance: Aufgrund von Fischmangel nutzten die Fischer das Knüpfen von Teppichen als Möglichkeit, einen Zusatzverdienst zu erarbeiten.
Die geknüpften Motive fanden sich im alltäglichen Leben: Wasser, Wellen, Boote, Möwen, Anker, Stranddisteln und Fische, Greife und Hirsche in geometrischen Formen und gedeckten Farben zierten die Teppiche. Häufig entwarfen Kinder die Muster unter fachmännischer Anleitung im Schulunterricht. Allein 57 600 Knoten wurden für einen geknüpften Quadrat­meter benötigt: Bei dieser aufwändigen Arbeit verbrauchte man 2 500 Gramm Wolle, 240 Gramm Baumwolle und 750 Gramm Kettgarn.
Heute werden die Teppiche vor allem als Wandbehänge verwendet.
Freester HeimatstubeFreester Heimatstube

Urlaubsort in der Nähe:

Usedom (Insel)


Öffnungszeiten:

März und April Montag bis Freitag 09:00 bis 14:00 Uhr
Mai bis Oktober Dienstag bis Samstag 10:00 bis 15:00 Uhr
November und Dezember Montag bis Freitag 09:00 bis 14:00 Uhr
Januar und Februar geschlossen


Adresse
Heimatmuseum Freest
Dorfstraße 67, 17440 Freest
Tel. 038370 20339

(alle Angaben ohne Gewähr)

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