



















Wahrlich atemberaubend sind die "1:1 - Riesen der Meere": Über
die gesamte Raumhöhe schweben Nachbildungen von Walen in Originalgröße.
Das größte Exponat ist die Nach-
bildung eines Blauwals mit einer Länge von 26 Metern. Außerdem
sind ein abtauchender Pottwal im Kampf mit einem Riesenkalmar, ein Schwertwal
sowie ein Buckelwal mit Jungtier zu sehen.
Dramaturgisches Highlight ist eine Licht- und Toninszenierung mit den tiefen,
hunderte von Kilometer reichenden Tönen des Blauwals, den Gesängen
des Buckelwals oder den Klicks der Pottwale, anhand derer sie ihre Beute in
bis zu 3 000 Meter Tiefe aufspüren.
Der auch als "Oscar der Museen" bezeichnete "European Museum of the Year Award" ging im Mai 2010 an das Ozeaneum der Hansestadt Stralsund. Dieser Preis wird seit 1977 vom European Museum Forum (EMF) verliehen. 2010 waren 22 Häuser aus 13 Ländern in der engeren Wahl, neben dem Römermuseum in Xanten viele Museen aus Süd- und Osteuropa. Das Ozeaneum punktete u. a. mit seinen modernen Ausstellungen und der anschaulichen Vermittlung komplexer, wissenschaftlicher Inhalte.
Preisträger der letzten Jahre waren z. B. das Guggenheim Museum in Bilbao (Spanien), das Olympische Museum in Lausanne (Schweiz), das Dänische Nationalmuseum in Kopenhagen und das Victoria and Albert Museum in London.
Der Preis in Form der Skulptur "The Egg" von Henry Moore, den das jeweils prämierte Museum für ein Jahr als Leihgabe erhält, war auf der ersten Ebene im Foyer des Ozeaneums ausgestellt.2012 gewinnt das Ozeaneum in Stralsund den schwedischen Umweltpreis: Der International Environmental Award wird seit 1988 von der schwedischen Hansestadt Kalmar verliehen.
Die Wanderausstellung vermittelt auf 20 Ausstellungstafeln die Vielfalt des Lebens vor den deutschen
Küsten, ihre faszinierende Schönheit und ihre Bedrohung und Schutzbedürftigkeit.
Der BUND will mit der Ausstellung insbesondere auf die Bedrohung der sensiblen Lebensgemeinschaften im Salzwasser aufmerksam machen.
Gerade die Ostsee ist ein einmaliges Ökosystem mit besonderen Lebensräumen. Das Binnenmeer ist gekennzeichnet durch eine große biologische Vielfalt und stellt in ökologisch intakter Form die Grundlage für Tourismus, Fischerei und Schifffahrt dar.Fünf von neun deutschen Meeresschutzgebieten liegen vor der Küste von Mecklenburg-Vorpommern, dazu zwei Nationalparke, die ebenfalls die Meereslebensräume der zum Schutzziel haben.
Foto: Sven Gust(alle Angaben ohne Gewähr)
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