Der Staatssicherheitsdienst der DDR überwachte und unterdrückte
im Auftrag der herrschenden SED die eigene Bevölkerung und betrieb Spionage
im Ausland.
In Gedenken an die ehemaligen Häftlinge wurde durch die Bundesbeauftragte
für die Unterlagen des Staatssicher-
heitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) in
Rostock eine Dokumentations- und Gedenkstätte eingerichtet.
Anhand von Originaldokumenten, Original-Tondokumenten, Videovorführungen, Fotos und Berichten von Zeitzeugen wird die Vergangenheit der Stasi-U-Haft in Rostock auf anschauliche Weise dargestellt.
Das Gebäude der Untersuchungshaftanstalt befindet sich auf dem ehemaligen
Gelände der Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit.
Es wurde Ende der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts errichtet. In den umliegenden Häusern wohnten Mitarbeiter der Stasi. Für Außenstehende bestand keine Möglichkeit, den Innenhof einzusehen.
Auf drei Etagen konnten hier in 46 Zellen bis zu 110 Frauen und Männer
gleichzeitig inhaftiert werden. Die Einzelzellen besaßen eine Größe
von 7,5 m² mit Waschbecken und freistehendem WC.
Anstelle der Fenster gab es Glasbausteine, durch die nur Tageslicht drang. Die Häftlinge sollten nicht sehen können, wo sie sich befinden.
Im Keller des Gebäudes gibt es vier Dunkelzellen, die sich nicht mehr im Originalzustand befinden.
Sie erhalten Information und Beratung zur privaten Akteneinsicht, Rehabilitierung, Wiedergutmachung und Forschungsmöglichkeiten.(alle Angaben ohne Gewähr)
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