

Es ist die wohl einzige historische Uhr, die heute noch
mit ihrem mittelalterlichen Uhrwerk ihren Dienst versieht. Dazu muss sie
natürlich stets gewartet und geölt werden und täglich per
Hand durch den Küster aufgezogen werden.
Vermutlich wurde das Uhrwerk 1472 vom Uhrmacher Hans Düringer gebaut.
Von 1641 bis 1643 wurde die Uhr erweitert, das Figurenspiel verändert
und ein Glocken-
spiel und der Renaissancerahmen hinzugefügt.
Die grundlegende Überholung führte 1974 - 1977 der Metallrestaurator
Wolfgang Gummel durch.
Im oberen Stockwerk können Sie im Uhrenfeld die Tages-
zeit, den Tierkreis mit den zugehörigen Monatsbildern, den Sonnenstand und die
Mondphase ablesen. Auf der zweiten Scheibe erkennen Sie zusätzlich die Stunde
der regierenden Planeten.
Im Erdgeschoss befindet sich ein Kalendarium. Ganz links steht der "Kalendermann", der mit einem Stab das aktuelle Tagesdatum anzeigt. Das Kalenderblatt selbst hat einen Durchmesser von zwei Metern und dreht sich jährlich einmal im Uhrzeigersinn. Um die Kalenderscheibe legt sich wiederum ein Ring mit den Symbolen des Tierkreises.
Die 15 Kreisringe zeigen das aktuelle Tierkreiszeichen und in welchem Sechstel der Gradeinteilung des Tierkreises die Sonne steht, den Monatsnamen und die Anzahl der jeweiligen Tage, das Tagesdatum, den Tagesbuchstaben und den Zeitpunkt des Sonnenaufganges.Diese äußeren Angaben gelten unabhängig von den Jahresangaben, während die jährlich wechselnden Angaben aus Platzgründen jeweils nach bestimmten Zeiträumen erneuert werden müssen.
Seit der Inbetriebnahme der Uhr musste die Scheibe bereits viermal neu beschriftet werden. Im Jahre 2017 wird wieder eine Weiterführung des Blattes notwendig.
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