Geschichte

3.-6. Jh. Die Rugier verlassen in der Zeit der Völkerwanderung Rügen und ziehen nach Süden.
7.-13. Jh. Ranen besiedeln die fast entvölkerte Insel. Auf dem Rugard bei Bergen entsteht eine Slawenburg.
10. Jh. Erste schriftliche Zeugnisse vom Chronisten Adam von Bremen berichten über die Insel Rügen.
1168 Die Dänen erobern die Insel. Es beginnt die Christianisierung Rügens.
1193 Gründung des Zisterzienserrinnenklosters im heutigen Bergen. Das Gotteshaus, die Marienkirche, ist der älteste erhaltene Sakralbau Rügens.
1319 Die Stadt Garz wird erstmals schriftlich erwähnt.
1325 Rügen fällt an das Herzogtum Pommern-Wolgast.
1613 Bergen erhält nach Garz das Stadtrecht.
1621 Durch einen verheerenden Brand wird Bergen größtenteils zerstört.
1627-1631 Rügen wird von Dänen, Schweden und den Truppen Wallensteins besetzt, geplündert und verwüstet.
1637 Die Insel steht unter der Herrschaft der Schweden.
1648 Rügen wird im Westfälischen Frieden den Schweden zugesprochen.
17.-18. Jh. Der Großteil der Landbevölkerung auf Rügen wird zu Leibeigenschaft gezwungen.
1683 Ein regelmäßiger Postdienst wird zwischen Wittow und dem südschwedischen Ystad eingerichtet.
1715 Im nordischen Krieg werden die schwedischen Truppen geschlagen.
1769 Ernst Moritz Arndt wird am 26. Dezember als Sohn eines aus der Leibeigenschaft entlassenen Bauern in Groß Schoritz geboren.
1774 Die Leibeigenschaft wird aufgehoben.
1810 Wilhelm Malte I. gründet die Stadt Putbus.
1815 Rügen gehört zu Preußen.
1826 Auf Arkona wird der erste neuzeitliche Leuchtturm gebaut.
1844 Die erste Fabrik zur Herstellung von Schlämmkreide wird in Sassnitz in Betrieb genommen.
1883 Die Eisenbahnstrecke Stralsund-Altefähr-Bergen wird eröffnet.
1895 Eine Kleinbahn nimmt zwischen Putbus und Binz ihren Betrieb auf.
1897 Eine Dampferlinie transportiert Personen und Güter zwischen Sassnitz und Trelleborg.
1909 Zwischen Sassnitz und Trelleborg werden Eisenbahnfähren eingesetzt.
1936 Durch die Fertigstellung des Rügendammes ist Rügen mit dem Festland verbunden.
1938 Es entsteht durch die Nationalsozialisten das "Kraft-durch-Freude"-Bad Prora.
1945 Durch Luftangriffe der Alliierten werden in Sassnitz die Hafen- und Bahnanlagen zerstört. Ein deutscher Kommandeur lässt kurz vor Kriegsende den Rügendamm sprengen.
1949 Das Fischkombinat Sassnitz entsteht.
1959 beginnen die "Störtebeker Festspiele" auf der Naturbühne Ralswiek.
1964 Die Hochseefunkanlage "Rügen-Radio" geht in Betrieb.
1972 In Binz und anderen Badeorten entstehen Ferienanlagen.
1986 In Mukran wird der Güterfährhafen in Betrieb genommen.
1993 Die "Störtebeker Festspiele" werden wieder auf der Naturbühne in Ralswiek aufgeführt.
1998 Das Theater Putbus wird wieder eröffnet.
März 2004 Das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL wird eröffnet.
2007 Mit der neuen Rügenbrücke erhält die Insel Rügen eine zweite Anbindung.
2011 Die Promenade im Ostseebad Binz erstrahlt in neuem Glanz - das denkmalgeschützte 100 Jahre alte Mosaikpflaster wurde aufgenommen und neu verlegt.
Der Buchenwald der Halbinsel Jasmund wird Weltnaturerbe.
In Prora bei Binz eröffnet im Juli die längste Jugendherberge der Welt ihre Pforten.
2012 Das Ostseebad Juliusruh bekommt einen Neubau für das "Haus des Gastes", die Strandpromenade wird erneuert und auf 1,2 Kilometer verlängert, der Seebrückenvorplatz neu gestaltet.
Mai 2013 Das Naturerbe Zentrum RÜGEN mit Baumwipfelpfad und Erlebnisausstellung eröffnet in Prora.
2014 Das "Biosphärenreservat Südost-Rügen" wurde von der UNESCO überprüft und darf den Schutzstatus für weitere zehn Jahre behalten.
Juli 2016 Die um 950 Meter verlängerte Binzer Strandpromenade wird feierlich eröffnet: Sie verbindet das Ostseebad Binz mit dem alten Ortsteil Prora. Mit einer Gesamtlänge von rund 4,2 Kilometern lädt die Flaniermeile Besucher und Einheimische zu ausgiebigen Spaziergängen ein.

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