Zeesboot

Ein Zeesenboot, in plattdeutsch „Zeesboot“ oder „Zeeskahn“, ist ein meist zehn Meter langes, breit­rumpfiges Segelboot, das für relativ geschützte, flache Gewässer geeignet ist. Es wurde als Fischerei­fahrzeug für die Zeesen­fischerei konstruiert. Heute werden Zeesboote überwiegend als Freizeit-Segelboote genutzt.

Zeesboot Bulle (Luggersegel) Großsegel Toppsegel Fock Klüver

(Segelbezeichnung durch Mouseover)

Das flachgehende Fischerei-Segelboot mit versenk­barem Schwert hat eine Rumpf­länge von etwa 10 bis 13 Metern und verfügt über ein Gaffel­großsegel, ein oder zwei Vorsegel und Groß­toppsegel. Bei den größeren Booten wird der Besanmast mit dem Lugger­segel (dem Bullsegel) gesetzt. Das Boot vorn und hinten weit über­ragende Zeesbäume spreizen das Treibnetz beim Fischfang.

Zeesenboote Möwe und Butt

Die Zeesenfischerei begann im 18. Jahr­hundert in den flachen Küsten- und Bodden­gewässern Pommerns mit Schwer­punkten Stralsund, Barther Bodden und Oderhaff.
Um 1850 befuhren die Zeesboote auch die dänischen Küsten­gewässer. Das Mittel­schwert wurde um 1890 eingeführt. Mithilfe der Zeesboote fischte man in Mecklenburg bis Mitte der 50er-Jahre des 20. Jahrhunderts.

Viele Zeesboote segeln noch heute auf den Bodden der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Sie können auf einigen auch mitsegeln – sprechen Sie die Eigner einfach einmal an! Jedes Jahr finden traditionell die Zeesboot­regatten statt.

mehr zu den Zeesbooten auf Fischland-Darß-Zingst und Regattatermine

(alle Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten)