Tornado

Der Tornado ist als Zweirumpfsegelboot oder Katamaran die bisher schnellste olympische Klasse. Wie alle Bootsklassen trägt er sein Klassenzeichen im Großsegel, einen Wirbelsturm mit zwei Linien darunter.
Der Tornado wurde 1967 von dem Engländer Rodney March unter Mithilfe von Terry Pierce und Reg White entwickelt. Zu der Zeit war es im Gespräch, einen Katamaran in die olympischen Segelboote aufzunehmen. In den Ausscheidungsrennen der ISAF besiegte der Tornado die angetretenen Boote spielend und wurde 1976 erstmals olympisch. Im November 2007 entschied sich die ISAF gegen einen Tornado-Wettbewerb bei der Olympiade 2012. Auch 2016 und 2020 sind die Tornados nicht bei Olympia dabei.
Tornado
Aufgrund der Anstrengung des Katamaransegelns wurde der Tornado lange Zeit ausschließlich von Männern gesegelt, allerdings haben sich in den letzten Jahren auch gemischte Teams unter die besten der Welt geschoben, wobei die Frauen in der Regel als Steuermann und die Männer als Vorschoter arbeiten.

Der Tornado wird als typischer Katamaran in der Regel nur auf einem Rumpf gesegelt. Dadurch hat er weniger Wasserwiderstand und erreicht Spitzengeschindigkeiten von über 30 Knoten. Dabei ist der Tornado bei halbem Wind oder hart am Wind am schnellsten. Zu hoher Wellengang und zu viel Wind sind aufgrund der kleinen Auflagefläche im Wasser und der großen Segel eine echte Kentergefahr. Die hohen Geschwindigkeiten führten dazu, dass Tornadosegeln auch die "Formel 1 des Segelsports" genannt wurde.

Durch gezielten Einsatz der Trimmeinrichtungen, insbesondere des Travellers, lässt sich der Katamaran bis ca. Windstärke sechs sicher segeln. Eine geübte Crew kann auch stärkere Böen abwettern, das Mehr an Wind lässt sich aber nur noch bedingt in Vortrieb umwandeln.

Eckdaten:

  • Katamaran
  • Zweimannbesatzung
  • Olympische Klasse
  • Segelfläche: 21,80 m²
  • Länge: 6,10 Meter
  • Breite: 3,05 Meter

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