Soling

Der Soling ist ein sportliches Kielboot für eine Besatzung von maximal drei Personen und wurde bis zu den Spielen 2000 in Sydney bei den Olympischen Segelwettbewerben eingesetzt. Die international weit verbreitete Bootsklasse trägt als Segelzeichen den Buchstaben Omega.
Soling
Der norwegische Konstrukteur Jan Linge (1922-2007) gewann 1963 den Konstrukteurs­wettbewerb, der vom internationalen Verband ausgeschrieben wurde, um den zu teuer gewordenen 5.5 durch eine kleinere, preiswertere und leichter zu transportierende Kielboots­klasse zu ersetzen.
Bereits 1967 wurde das neue Schiff internationale Klasse, 1972 Olympiaklasse. Erst nach den Olympischen Spielen 2000 wurde er von der ebenfalls von Jan Linge konstruierten Yngling abgelöst.

Obwohl der Soling ein echtes, weil kentersicheres Kielschiff ist, segelt er sich in mancherlei Hinsicht wie eine Jolle. Der schmale, hohe Segelplan mit der nicht hinter den Mast ragenden Fock vermittelt einerseits hohe Antriebsleistung, verlangt aber andererseits nach einem sehr exakten Trimm. Rumpf- und Kielform lassen das Schiff auf der Kreuz sehr hoch an den Wind gehen. Gleichzeitig jedoch kann der Soling unter Spinnaker, ungeachtet seines Gewichts, entsprechenden Starkwind vorausgesetzt, auf raumen Kursen ins Gleiten kommen.
Seit Sommer 2007 werden in Argentinien hochwertige Solings produziert, die den weltweit wieder steigenden Bedarf an Schiffen decken soll.

Soling

  • Olympisch/Dreimann-Kielboot
  • Segelfläche: 21,70 m²
  • Länge: 8,15 Meter
  • Breite: 1,90 Meter

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