Korsar

Der Korsar ist ein Segelboot, eine Bootsklasse, die hauptsächlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet ist. Von Ernst Lehfeld konstruiert, wurden 1958 die ersten Exemplare der Zweimannjolle gebaut. Damals ausschließlich aus formverleimtem Sperrholz, heute aus Kunststoff oder in Kombination aus Kunststoffrumpf und Holzdeck.
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Die Segeleigenschaften des Korsaren liegen zwischen 470er und Flying Dutchman (FD). In der Beschlagsanordnung gleicht er weitgehend dem FD: Spinnakertrompete, verstellbare Wanten, Trapez, Schwertverstellung, Fockroller, flexible Masten und diverse Trimmeinrichtungen gehören heute zur Standardausrüstung eines Regattabootes.

Dank seiner geringen Benetzungsfläche kommt der Korsar schon bei wenig Wind ins Gleiten. Das Idealgewicht der Mannschaft liegt zwischen 140 und 160 Kilogramm. Auch für eine leichtere Frauen- oder gemischte Mannschaft bleibt der Korsar bei stärkerem Wind durch seine vielen Trimmmöglichkeiten beherrschbar.

Von März bis November werden auf vielen Seen Europas und auf der Nord- und der Ostsee regionale Regatten für Korsare ausgerichtet. Einige Highlights des Jahres sind zum Beispiel die Travemünder Woche, Warnemünder Woche, der Riva Cup am Gardasee (Italien), Deutsche, Österreichische, Schweizer Meisterschaft und der Euro-Cup.
Der Korsar ist eine der verbreitetsten Bootsklassen in Mitteleuropa.

Eckdaten:

  • Zweimann-Trapez-Jolle
  • Nationale Klasse
  • Segelfläche: 11,00 m²
  • Länge: 5,00 Meter
  • Breite: 1,66 Meter

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