Galiot

Die Galiot fällt mit ihren 1 ½ Masten auf. Der Großmast wird mit Gaffel­segel und ein bis drei Rahsegeln darüber gefahren, der kleinere Besanmast nur mit Gaffel­segel. Die Schiffs­länge beträgt 18 bis 30 Meter.

Galiot Besansegel Großsegel Marssegel Bramsegel Stagsegel Binnenklüver Außenklüver

(Segelbezeichnung durch Mouseover)

Die Galioten sind seetüchtige Handels­segler, die im 17. bis 18. Jahr­hundert an der holländischen und deutschen Nordsee­küste aus holländischen Plattboden­schiffen entwickelt wurden. Sie waren bis zum 20. Jahr­hundert die meist­gebauten Nordsee­frachtsegler.

Sie wurden auf der nördlichen Ostsee, beim Robben- und Walfang und als kleine Kanonen­boote eingesetzt.

Je nach Größe und Zeit waren Galioten unterschiedlich getakelt, z. B. Zweimast-Galioten und rahgetakelte (!) 2 ½-Master. Es gab zahlreiche regionale Varianten, so z. B. die Eidergaliot oder die Kuffgaliot.

Kuffgaliot Atlantic als Schoner getakelt

Galiot sind regelmäßig auf der Ostsee unterwegs und/oder bei Segelevents wie der Hanse Sail oder der Kieler Woche zu bewundern.

(alle Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten)