Ernst Heinrich Heinkel

Ernst Heinrich Heinkel Ernst Heinrich Heinkel wurde am 24. Januar 1888 im württembergischen Grundbach geboren. Schon in jungen Jahren war er von dem bahn­brechenden neuen Verkehrsmittel, dem Flugzeug, begeistert.

Er war noch Student an der Technischen Hochschule Stuttgart, als er seinen ersten Aeroplan baute.

Im Fliegen völlig unerfahren, stürzte Heinkel am 19. Juli 1911 über dem Stuttgarter Flugfeld ab. Trotz schwerer Verletzung blieb er dem Flugwesen treu. Er gab sein Studium auf, um anfangs als Konstrukteur, später dann als Chefkonstrukteur und Technischer Direktor bei verschiedenen Flugzeugwerken zu arbeiten.

In Travemünde gründete Heinkel sein eigenes Konstruktionsbüro, aus dem am 01.12.1922 die "Ernst Heinkel Flugzeugwerke Warnemünde" hervorgingen. Unter seiner Führung wurden viele Typen schneller Schul-, Sport-, Verkehrs- und Militärflugzeuge konstruiert, die weltweit großes Ansehen erlangten und bei internationalen Seeflugwettbewerben erste Plätze errangen.

Bereits 1933 trat Heinkel in die NSDAP ein. Im gigantischen Ausbau der Luftfahrtindustrie sah er für sich die Chance, Flugzeuge im großen Stil zu bauen. Gegen Ende des Zweiten Welt­kriegs hatte der Firmengründer nur noch geringen Einfluss auf das Unternehmen. Ernst Heinkel wurde nach 1945 von den Westalliierten zunächst interniert und von ihnen in einem Verfahren 1947 als "Mitläufer" eingestuft. Die Berufungskammer Ansbach erklärte ihn laut Spruch vom Januar 1949 zum "Entlasteten" im Sinne des Artikel 13 des Befreiungsgesetzes.

Trotz seiner Verstrickung mit dem Nationalsozialismus wird der mit mehrfacher Ehren­doktor­würde ausgezeichnete Ernst Heinkel international überwiegend als Pionier des Flugzeugbaus, als Konstrukteur von Weltruf sowie als Industriekapitän ungewöhnlichen Formats gesehen, der durch ein besonderes Gespür für Neues hervortrat.

Der Name "Ernst Heinkel" wurde, obgleich der Vergangenheit seines Trägers, 1981 in die Liste der "International Areospace Hall of Fame" der USA aufgenommen, in welcher die bedeutendsten Luftfahrtpioniere der Welt verewigt sind.

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