Seesterne in der Ostsee

In den Tiefen der Ostsee schwimmt ein kleiner Stachelhäuter mit Saugnapf­füßchen: der Seestern. Charakteristisch für ihn ist ein unter seiner Haut liegendes stacheliges Skelett. Er besitzt zwar keine Augen, dafür aber Licht­sinnes­zellen, welche an seinen Armspitzen sitzen und Helligkeits­abstufungen erkennen. Hinzu kommt ein ausgeprägter Geruchssinn, der es ihm ermöglicht, seine Beute aufzuspüren und Räuber zu meiden.

Seesterne in der Ostsee

Gemeiner Seestern

Der Gemeine Seestern gehört zur Ordnung der Zangen­sterne und kommt in fast allen europäischen Meeren vor. Er hat in der Regel fünf Arme und besitzt weder Hirn noch Herz, dafür aber ein komplexes Nerven­system. Seine Haupt­nahrung sind Muscheln und Fischeier. Unter schlechten Lebens­bedingungen vermehrt er sich ungeschlechtlich, indem er durch das Abstoßen einer Gliedmaße einen neuen Seestern hervorbringt.

Gemeiner Seestern
Größe bis 30 cm
Merkmale Farbe: gelb bis braunviolett, abhängig von seiner Nahrung

Gelber Sonnenstern

Als Gelber, Violetter oder auch Pupur-Sonnenstern bezeichnet, gehört diese Seesternart zur Ordnung der Klappen­sterne. Er hat in der Regel sieben bis zehn Arme und ernährt sich von anderen Seesternen, Seegurken, Seeigeln, Muscheln und Seeanemonen.
In der Ostsee ist der Gelbe Sonnenstern eine bedrohte Art.

Gelber SonnensternGelber Sonnenstern
Größe durchschnittlich 20 cm
Merkmale Oberseite dieses Seesterns ist orange bis tiefviolett
hellere, leicht nach oben gebeugte Armspitzen

Heller Schlangenstern

Auch als „Gemeiner Schlangenstern“ bekannt, gehört der Helle Schlangenstern zur Gattung Ophiura. Er ist ein Allesfresser, der sich von Kleinlebewesen, Aas und organischen Substanzen ernährt. Er kann bis zu drei Jahre alt werden.
In der westlichen Ostsee bis zur Kieler Bucht kommt er in großer Anzahl vor.

Heller Schlangenstern
Größe rund 13 cm
Merkmale runde Körperscheibe, Durchmesser bis 1,5 cm
5 schlanke Arme, bis zu 6 cm lang Farbe: hellbeige bis rot und braunrot, helle Unterseite

Lebensweise

Nahrungsquelle des Seesterns bilden Muscheln, welche er mit seinen kräftigen, saugnapf­besetzten Armen nach und nach öffnet. In diesen Spalt kann der Seestern seinen ausgestülpten Magen zwängen, seinen starken Verdauungssaft hinein­spritzen und so das Muschel­fleisch verdauen.
Seesterne zeichnen sich durch ein hohes Regenerations­vermögen aus. Dieses ermöglicht es ihnen, ganze Gliedmaßen abzustoßen und nachwachsen zu lassen.
Zur Fortpflanzung geben Seesterne Eier und Spermien ins offene Wasser ab, nach der Befruchtung entstehen freischwimmende Larven.
Seesterne können ein Alter von fünf bis zehn Jahren erreichen und stehen z. B. bei Krebsen und Möwen auf dem Speiseplan.


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