Giebelhaus Frankenstraße 28

Ein Schätzchen der Hanse...

Das Giebelhaus mit seinen beeindruckenden Stufen, den sechs zweigeteilten Blenden und den spitzbogigen Luken stammt aus dem 14. Jahrhundert. Dieser Haustyp diente dem Kaufmann als Lebensraum, Handel- und Speichergebäude.

Giebelhaus Frankenstraße 28 Die geräumige Diele wurde als Wohnraum und zu Präsentations- und Geschäftszwecken genutzt.
Im Dachgeschoss lagerten die Handelsgüter, welche der Kaufmann mit Hilfe eines Aufzugsrads in die oberen Lagerböden transportierte.
1687 wurde eine barocke Galerie in die Diele eingefügt, die noch heute zu sehen ist. Die Diele öffnet sich zur Hofseite wie bei allen Giebelhäusern dieses Typs durch ein großes Fenster – auch "Lucht" genannt. Im Innern des Giebelhauses sind unter anderem der Hausbaum als tragendes Element und das originale Aufzugsrad im Dachgeschoss erhalten.

Geheimtipp: Ein Besuch in der privaten Ausstellung

In den Jahren 1970 bis 1978 restaurierte der Eigentümer Josef Wycisk das Dielenhaus. Heute gibt es nicht nur wechselnden Kunstausstellungen ihren Raum, sondern beherbergt auch viele spannende Sammler­stücke, die in dieser Form an kaum einem anderen Ort zu bestaunen sind: Ein Blindentastmodell einer Hansekogge fordert die visuellen und taktilen Reize heraus und neben zahlreichen Modellschiffen begeistert die größte private Sammlung an Backsteinen ihr Publikum.

Öffnungszeiten:

Als privates Wohnhaus hat das Giebelhaus Frankenstraße 28 keine regulären Öffnungszeiten.
Trotzdem empfängt Josef Wycsik Besucher nach eigener Aussage "vom Aufstehen bis zum Schlafengehen" zu einem Rundgang und berichtet Spannendes zu den Exponaten und der Sanierung.

Hinweis: Probieren Sie einfach Ihr Glück, wenn Sie gerade in der Nähe der Frankenstraße unterwegs sind! Bitte planen Sie ein, dass Sie eventuell vor verschlossener Tür stehen und einen zweiten Versuch unternehmen müssen.

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