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Sandburg oder Kleckerburg? Buddelspaß an der Ostsee

Vor allem in den Sommermonaten schmücken zahlreiche Sandburgen die Strände der deutschen Ostseeküste. Die einzig­artigen Bauwerke sind nicht nur schön anzusehen, sondern haben auch eine lange Tradition, deren Ursprung in der zweiten Hälfte des 19. Jahr­hunderts liegt: Damals war es üblich, Sandburgen in der Nähe des Strandkorbs zu bauen, um das eigene „Territorium“ abzugrenzen.

Kunstwerke aus Sand entstehen

Inzwischen ist aus diesem Brauch auch eine eigen­ständige Kunstform entstanden. Auf den sogenannten „SandArt Festivals“ präsentieren Profis detail­getreue Abbildungen von Bau- oder Kunstwerken.
Im Sommerurlaub gehört das Burgen­bauen vor allem bei Kindern auch heute noch zu den beliebtesten Strand­beschäftigungen – schließlich hat jeder ja einmal „klein angefangen“...

Damit auch Ihre Sandburg demnächst einen der zahl­reichen Ostsee­strände verschönert, erhalten Sie nachfolgend wertvolle Tipps für einen reibungs­losen Aufbau!

"Sandburgenvariationen"

Sandburg oder Kleckerburg? – Das passende Grundstück finden

Sie haben die Qual der Wahl: Entweder Sie entscheiden sich für das klassische Baumodell – auch bekannt unter der Bezeichnung „Sandburg“ – oder für die etwas extra­vagante Variante unter den Sand­kunst­werken – die sogenannte „Kleckerburg“.
Ganz egal, welche für Sie infrage kommt – ohne das „nasse Element“ wird es Ihnen nicht gelingen, den Sand in die richtige Form zu bringen. Ein wasser­naher Standort ist also von großem Vorteil, aber kein Muss. Mit den richtigen Behältnissen können Sie das salzige Nass auch zu dem gewünschten Standort transportieren. Entscheiden Sie sich doch für ein wasser­nahes Grundstück, ist allerdings Vorsicht geboten: Die Wellen vorbei­fahrender Schiffe haben eine enorme Kraft und könnten die Burg in die Fluten reißen!

Sandburg oder Kleckerburg?

Schaffe, schaffe Burgenbauer – Ausführung und Dekoration

Nehmen Sie Ihren Buddeleimer und befüllen Sie ihn mit feinem, etwas feuchten Ostsee­strandsand! Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, drücken Sie diesen fest an. Anschließend stellen Sie den Eimer am gewünschten Standort auf den Kopf und entfernen ihn bei leichtem Klopfen auf den Eimerboden – é voilà: Fertig ist der erste Turm Ihrer Sandburg!

Für die Kleckerburg nehmen Sie den feucht-nassen Sand in die Hände und träufeln diesen auf den Boden, bis die gewünschte Turmhöhe erreicht ist. Dieses Prozedere wiederholen Sie einfach so lange, bis Sie eine ansehnliche Festung mit vielen Türmen Ihr Eigen nennen. Für Klecker­burgfans: Schnelligkeit ist das oberste Gebot bei der Arbeit! Nur mit nassem Sand lässt es sich ausgiebig kleckern und gestalten. Warten Sie nicht so lange, bis das Baumaterial in Ihren Händen trocknet. Es lässt sich dann nur schlecht verarbeiten und der für Kleckerburgen typische „Look“ kann nicht kreiert werden.

Kleckerburgen

Für die passende Dekoration ist vor Ort ausreichend vorgesorgt: Mit Muscheln, kleinen Steinen, Holz­stückchen oder Seegras können Sie Ihre Sandburg ganz nach Geschmack verschönern. Vorsicht bei der Kleckerburg: Die grazilen Strand­schönheiten sind sehr empfindlich – eine falsche Bewegung kann das ganze Bauwerk zum Einsturz bringen. Daher empfiehlt es sich, auf zu viel Schick zu verzichten und die Burg statt­dessen nur mit ein wenig Seegras oder Federn vorsichtig heraus­zuputzen.

schicke Kleckerburg am Ostseestrand

Die Befestigung ist das A und O: Das passende Werkzeug nicht vergessen!

Sie sind mit der Aufmachung Ihrer Sandburg soweit zufrieden? Dann wird es Zeit, Ihre Festung als besetzt zu erklären! Eine gehisste Flagge auf der Burg­spitze zeigt an, dass der Burgherr und das Burg­fräulein zu Hause sind. – Bei Ihrer Klecker­burg sollten Sie auf diese Zierde aber lieber verzichten: Aufgrund der erwähnten Einsturz­gefahr kann dieses Prestige­objekt Ihr Kunstwerk schneller dem Strand­boden gleich­machen als Ihnen eigentlich lieb ist.

Investieren Sie lieber in Schutz­maßnahmen: Ein Wasser­graben rund um die Klecker­burg hält die weniger stürmischen Wellen von Ihrer Burganlage fern und sorgt dafür, dass Sie länger Freude an Ihrem Bau und mehr Strand­besucher die Gelegenheit haben, Ihren Prachtbau zu bewundern.

was man zum Sandburgenbau braucht - Eimer, Schaufel, Förmchen

Auch für die klassische Sandburg eignet sich ein Wasser­graben, um die Grundstücks­grenze fest­zulegen. Das passende Profi­werkzeug kann Ihnen die umfassenden Baumaßnahmen deutlich erleichtern: Während für das Gelingen des Modells „Kleckerburg“ allein zwei geschickte Hände ausreichen, baut und verziert sich die klassische Strandburg doch am besten mithilfe von Schaufeln, Buddel­eimern und Förmchen! Fragen Sie in der Abteilung „Strandzubehör“ nach den passenden Bauhelfern!

Sand in unterschiedlichste Formen gebracht

Allgemeine Hinweise für Burgenbauer

Damit dem ungestörten Bauvergnügen nichts im Weg steht, gilt es, einige Dinge unbedingt zu beachten:

  • 1.) Der Burgenbau ist nicht überall möglich, z. B. ist in Steilküsten­nähe aufgrund der Gefahr von Abbrüchen das Bauen von Sandburgen untersagt. Informieren Sie sich in der örtlichen Kurverwaltung!
  • 2.) Beim Buddeln und Bauen kann man schon mal die Zeit vergessen, die Intensität der Sonne ist durch Wasser und Wind wenig spürbar! Denken Sie an Ihre Haut und verwenden Sie einen hohen Lichtschutz­faktor! Eine Kopf­bedeckung beugt einem unangenehmen Sonnen­stich vor. Weitere Sonnen­tipps finden Sie hier!

(alle Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten)

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