Glandorps Hof und Glandorps Gang

Zu den Besonderheiten der historischen Lübecker Altstadt zählen die zahlreichen Höfe und Wohngänge. Viele der Höfe gehen auf mittelalterliche Stiftungen reicher Kaufleute für Arme oder Witwen und Waisen zurück.
Glandorpsgang in der Hansestadt LübeckGlandorpsgang in der Hansestadt Lübeck
Der älteste unter den großen repräsentativen Stiftungshöfen ist der Glandorps Hof.
Er wurde im späten Mittelalter vom Lübecker Kaufmann und Ratsherrn Johann Glandorp (1558-1612) gestiftet. Die Gebäude befinden sich in der Glockengießerstraße 39 bis 53.

Die im Renaissancestil erbaute Anlage besteht aus einem langgestreckten dreigeschos­sigen Backsteintraufenhaus, aus einem eingeschossigen Gebäude mit 13 sogenannten "Gangbuden" im angrenzenden Glandorpsgang und aus einem kleinen Vorderhaus an der Glocken­gießerstraße.
In den Gangbuden mit nur 16 Quadratmetern Grundfläche lebten einst mittellose Witwen.

Über dem Durchgang des Hauptgebäudes befindet sich noch heute die reich verzierte Kupfertafel mit der Stiftungsinschrift aus dem Jahr 1612. An den Stifter erinnert auch das Familienwappen von Johann Glandorp.

Dem Stiftungszweck entsprechend haben noch heute viele betagte Menschen im Glandorps Gang und Glandorps Hof – mitten in der historischen Lübecker Altstadt – ein idyllisches Zuhause.

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