Jimi Hendrix-Revival-Festival

„Umsonst & Draußen“ lautet das Motto des „Jimi Hendrix-Revival-Festivals“. Als Hommage an den Gitarrengott und an das Gefühl von damals stehen an einem Festivaltag mehrere Bands auf der Bühne – auch internationale Musiker performen eigene Songs oder bekannte Rock-Klassiker. „All Along The Watchtower“, „Purple Haze“, „Hey Joe“ und viele weitere dürfen dabei nicht fehlen.

Rückblick:
Satte Gitarrenklänge und heiße Rhythmen zogen viele Jahre am ersten September­wochenende bis zu 20 000 Rock- und Bluesfans an den Flügger Strand. Aus Naturschutz­gründen wurde das für 2011 geplante Festival vom Kreis Ostholstein untersagt – ein gerichtlicher Widerspruch blieb lange erfolglos. Erst 2017 gelang es der Fehmarn Festival Group das Event wieder aufleben zu lassen. Seitdem wird auf einer Wiese im Ortsteil Strukkamp gerockt.

Am 5. September 2020 wurde das 50-jährige Jubiläum „Love & Peace Festival auf Fehmarn“ gefeiert. Einen Tag später liefen am Jimi-Hendrix-Gedenkstein Amateur-Mitschnitte des Konzerts – auf den Tag genau zur gleichen Uhrzeit. Der Gedenkstein steht seit 1997 in unmittelbarer Nähe des alten Festival­geländes von 1970. Steinmetz Andreas Leverenz meißelte eine Fender-Gitarre im Maßstab 1:1 in den Findling. Ein Symbol für den Virtuosen an der E-Gitarre, die er neu erfand.


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Fehmarn Festival 1970 - Love & Peace & Jimi

In der Presse kam das Festival denkbar schlecht weg: Dauerregen, ein scharfer Ostseewind, der die Musik zerfetzte und – rein musikalisch betrachtet – dürftige Konzerte. Doch die meisten der 25 000 Hippies und Rocker, die vom 4. bis zum 6. September 1970 auf die Ostseeinsel gepilgert waren, haben ganz andere Erinnerungen. Dass Jimi Hendrix dann tatsächlich kam und am Sonntag spielte, versöhnte die vielen wartenden Fans.

Zwölf Tage nach dem Fehmarn-Auftritt war Jimi Hendrix tot. Fehmarn wurde kein europäisches „Woodstock“ und dennoch blieb im Nachhinein mehr als der zweifel­hafte Ruhm, dem Publikum das letzte Live-Konzert des Gitarristen geboten zu haben. Die kleine Insel war ein Teil des Traums vom nicht reglementierten Leben. Allen Widrigkeiten zum Trotz war es gerade das Chaos, das die Botschaft der Anarchie verkündete. Alles war so herrlich unorganisiert; man wusste nicht, wo man das nächste Bier herbekommt und man wusste nicht, wie man zur nächsten Toilette kommen sollte. Weil es allen so ging, gab es eine große Hilfs­bereitschaft und es entwickelte sich ein tolles Wir-Gefühl.

(alle Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten)