Stadtkirche

Imposant erhebt sich der rot schimmernde Backsteinbau inmitten des Heiligenhafener Stadtzentrums.
Die Stadtkirche wird erstmals 1259 im Register des Lübecker Domkapitals erwähnt und hat seine ursprüngliche Form bis auf den Turm bis heute erhalten.
Stadtkirche
Der vierkantige Turm ist wenig gegliedert und erinnert mit seinen zwei Treppengiebeln an die dänische Kirchenbauweise. 1591 durch einen Blitzschlag in Brand geraten, erhielt der Turm 1637 seine jetzige Form. Der Glockenstuhl blieb unbeschädigt.

Stadtkirche Das Langhaus mit Apsis ist einfach gestaltet und besitzt hohe, reichgegliederte Fenster. Massive Stützpfeiler sichern das Gemäuer nach außen ab.

Die Nordseite der Kirche ist der Ostsee zugewandt. Hier unterbrechen zum Schutz vor den rauen Seegewalten nur drei kleine runde Fenster die massive, mit Stützpfeilern versehene Mauerfläche.

Sehenswert ist das herrlich geschnitzte Chorgestühl aus dem 15. Jahrhundert. Am Nordgestühl ist Paulus mit dem Schwert, Andreas mit dem Andreaskreuz und Maria mit dem Kinde dargestellt.
Am Südgestühl sehen Sie Petrus mit dem Schlüssel und den legendären Bischof Nikolaus mit Mitra, Krummstab und drei Goldsäckchen auf dem Tablett.

Dem Bischof Nikolaus von Myra, Schutzpatron der Seefahrer, wurde ursprünglich der ehemalige Hochaltar geweiht. Damit wäre die Stadtkirche eine Nicolai-Kirche, was für eine alte Hafenstadt wie Heiligenhafen typisch wäre.

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