Die nach der Vereinigung der Teilstädte 1265 verwirklichte Stadtbefestigung
wurde bis zur Entfestigung der Stadt um 1830 mehrfach erneuert und gehört
zu den eindrucksvollsten mittelalterlichen Bauten im deutschen Ostseegebiet.
Schon im 13. Jahrhundert wurde die etwa ein Quadratkilometer große
Stadtfläche von einer Stadtmauer umschlossen.
Die eingelassenen kleinen Türme und Wieckhäuser dienten zu Verteidigungszwecken
und zur Aufbewahrung von Kriegsmaterial.
Die über einen Meter starken Mauern der Stadtbefestigung besitzen einen Absatz in etwa drei Metern Höhe, an denen hölzerne Wehrgänge befestigt wurden. Dies geschah nur, wenn der Stadt Gefahr drohte. 1624 - 1628 kamen Graben und Bastionen hinzu.
Die Stadtmauer entlang der Wallanlage ist etwa 450 m lang. Am Oberwall sind noch acht halbrunde Wieckhäuser erhalten und von den ehemals sechs Mauertürmen steht heute nur noch der Lagebuschturm.


1835 - 1840 veranlasste der Städtische Verschönerungsverein eine parkähnliche Umgestaltung.
Die ehemals sieben Meter hohe Stadtmauer ist heute nur noch von der Stadtseite aus zu erkennen. 1979 erfolgten umfangreiche Instandsetzungsarbeiten. Dabei wurde ein Teil des hölzernen Wehrgangs östlich des Turmes wieder aufgebaut.
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