Mönchentor

Die Stadt schützte sich gegen den Hafen mit einer Mauer, die mit zwölf Toren ausgerüstet war.
Mönchentor der Hansestadt Rostock Das Mönchentor ist das letzte erhalten gebliebene Strandtor. 1806 wurde es auf den Grundmauern eines gleichnamigen Tores aus dem 16. Jahrhundert nach Entwürfen des Rostocker Universitätsprofessors Schadelock erbaut.

Ihm verdankt das Mönchentor seine klassizistische Form mit abgestufter Attika und krönender Empire-Vase.

Da an den Stadttoren nur noch Zölle kassiert und der Zugang in die Stadt kontrolliert wurden, gestaltete man das Mönchentor zeitgemäß mit Pilastern.

Im Obergeschoss befand sich die Wohnung des Strandvogtes. Hier wurde Ferdinand Müller geboren, der als bedeutendster Botaniker Australiens gilt.

Vor dem Tor befand sich damals wirklich noch Strand. Schiffsbrücken führten in das tiefe, von Schiffen befahrbare Wasser.

Den Zweiten Weltkrieg überstand das Mönchentor unbeschadet. Nach den Plänen der Rostocker Architekten Ulrich Hammer und Dieter Jastram wurde das Tor von 1990 bis 1992 saniert. Danach nutzte der Kunstverein zu Rostock die Räumlichkeiten des Mönchentores und lud Kunstinteressierte zu Galerien, Ausstellungen und Gesprächs­runden ein.
Seit 2010 hat der Bereich Denkmalpflege des Amtes für Kultur und Denkmalpflege der Hansestadt Rostock seinen Sitz im Mönchentor.

Ein Stein an der Westseite des Tores erinnert mit folgendem Text an eine große Sturmflut: "Anno 1625 den 10. Februar ist das Meer durch ein Nordosten Sturm an diesen Stein unterste Kante von 2 bis 5 Uhr auf den Abend gelaufen und erwachsen".

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