Stolz erhebt sich die Pfarrkirche aus der Reriker Altstadt. Der Sage nach wurde sie von Margarethe von Dänemark aus Dankbarkeit über ihre Seenotrettung gestiftet.
Ihrem Erscheinungsbild nach gehört die Kirche in den Kreis jener Bauwerke,
die seit jeher im Schatten der großen Sakralbauten stehen - die Dorfkirchen.
Aber hier nimmt sie eine Sonderstellung ein, die sich aus der Gesamtgestaltung
des Raumes ergibt.
Die Größe der Kirche und die Qualität ihrer Architektur zeigen, dass Rerik (früher Alt Gaarz) einst die Bedeutung der umliegenden Dörfer sichtlich überragte. Als Hafenort genoss Rerik besondere wirtschaftliche Vergünstigungen, die einen aufwändigen Kirchenbau ermöglichten.
Die St.-Johannes-Kirche wurde 1250, in der Übergangszeit von
der Romantik zur Gotik, errichtet.
Der Backsteinbau besitzt eine dreischiffige, zwei
Joch lange Hallenkirche mit quadratischem Chor. Der Mauersockel aus gequaderten
Feldsteinen lässt die unterschiedliche Sockelhöhe von Langhaus
und Chor erkennen.
Beachtenswert sind der mächtige Westturm mit seinem
achtseitigen Spitzhelm und das große Kreuz am Chorgiebel. Der Bau ist mit
Lisenen, Bogenfriesen und Deutschem Band verziert.
Die reiche und interessante Ausstattung der Kirche macht einen Besuch lohnenswert.
Älteste Zeugnisse sind die aus Kalkstein gehauene Tauffünte und
der eisenbeschmiedete Opferstock. Sie entstanden Mitte des 13. Jahrhunderts.
Das Triumphkreuz über der Tauffünte stammt aus dem 14. Jahrhundert. Es zeigt den Gekreuzigten mit der für diese Zeit typischen Dreipunktnagelung.
Außerdem können Sie in der Kirche das Mittelstück eines alten Altaraufsatzes aus dem 15. Jahrhundert, das Beichtgestühl, zwei Epitaphe sowie Patronatsemporen besichtigen.Die Kanzel von 1751/1752 zeigt prunkvolle Ornamentschnitzereien. Der Altaraufsatz mit allegorischen Figuren, ein Abendmahlsgemälde und eine gemalte Himmelfahrtsszene sind aus den Jahren 1754/55.
Die Kirche besticht durch ihre ungewöhnlich reiche, festliche und fröhliche Ausmalung, die in ihrer Qualität und Geschlossenheit im gesamten Küstengebiet wohl einmalig sein dürfte. 1668 von Hinrich Greve aus Wismar gefertigt, wurde sie bei der Restaurierung 1971-1976 freigelegt.

Boltenhagen ·
Dahme ·
Fehmarn ·
Fischland/Darß/Zingst ·
Flensburg ·
Glücksburg
Graal-Müritz ·
Grömitz ·
Kellenhusen ·
Kiel ·
Kühlungsborn ·
Lübeck
Poel ·
Rerik ·
Rostock ·
Rügen ·
Scharbeutz ·
Stralsund ·
Timmendorfer Strand
Travemünde ·
Ueckermünde ·
Usedom ·
Warnemünde ·
Wismar