Ostsee-Grenzturm Kühlungsborn

Früher streng bewacht - heute offen für alle Interessierten.
Der Beobachtungsturm in Kühlungsborn, 1972 errichtet, gehörte zu den Grenzsicherungs­anlagen der DDR.

Ostsee-Grenzturm Der Turm war für eine Besatzung von vier Soldaten ausgelegt. Aus 15 m Höhe suchten Grenzsoldaten ein
zwölf Seemeilen weites Gebiet nach Flüchtenden ab.

Mit dem Fernrohr beobachteten sie das Wasser und den Strand nach Auffälligem und protokollierten jede verdäch­tige Bewegung. Nachts strich der Strahl des starken Suchscheinwerfers weit über den Strand und das Meer.

Anschluss an das Grenzmeldenetz, Scheinwerfer, Notstromaggregat, Heizung und eine Funkanlage zählten zur Grundausrüstung. Unterhalb der Fenster befinden sich verschließbare Schießscharten.

Der ehemalige Beobachtungsturm ist einer der letzten von 27 Grenztürmen an der Ostseeküste. 1991 bewahrten der Grenzturmverein und die Einwohner Kühlungsborns den Turm vor dem Abriss und erhielten ihn als Denkmal. Schrittweise wurde die Turmanlage und das Umfeld vom Verein Ostsee-Grenzturm restauriert.

Die entstehende Ausstellung vermittelt Ihnen Hintergrundwissen und dokumentiert ver­schiedene Fluchtversuche. Viele Flüchtende wollten mit Schlauchbooten, Luftmatratzen und selbstgebautem U-Boot über die Grenze fliehen. Die meisten Versuche endeten tragisch.
Tag des DenkmalsTag des DenkmalsKanzel mit SuchscheinwerferKanzel mit Suchscheinwerfer
Besuchen Sie den Kühlungsborner Ostsee-Grenzturm und wagen Sie den etwas müh­samen Aufstieg. Sie werden mit einem grandiosen Ausblick über Strand und Ostsee bis zum Horizont entschädigt. Eine geschichtliche Führung bringt Ihnen die Techniken der Grenzüberwachung näher.

Öffnungszeiten:

Der Ostsee-Grenzturm ist freitags von 15:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Besichtigung und Führungen sind auch kurzfristig unter Tel.: 038293 411291 oder 0170 5372996 vereinbar.

(alle Angaben ohne Gewähr)

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