Die Nonnen von Parchow, einem ehemaligen Kloster bei Kröpelin, ließen
um 1220 die schlichte Feldsteinkirche errichten. Die Kirche bestand aus
dem rechteckigen Kirchenschiff und einem flachen Holzdach.
Um 1400 wurde die Kirche um den gotischen Chorraum und das Gewölbe erweitert. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts erhielt sie ihren hölzernen Turm. Die kleine Bronzeglocke von 1495 trägt die lateinischen Inschrift: O rex gloriae, Christe, veni cum pace (O König der Herrlichkeit, Christus, komm mit Frieden).
Zur mittelalterlichen Ausstattung gehören die Triumphkreuzgruppe und die Madonnenfigur. Beide stammen aus der Zeit um 1400. Bemerkenswert sind auch die 42 barocken Glasmalereien in den Chorfenstern. Einheimische Familien haben sich um 1660 auf diese Weise verewigt.
Die Kanzel aus dem Jahre 1698 stammt von dem Rostocker Meister Adam Hartig.
Sie zeigt Christus als "salvator mundi" (Heiland der Welt), die vier Evangelisten
und den Jünger Johannes.
Vom prächtigen Barockaltar 1707 sind die fünf Figuren David, Petrus,
Paulus, Mose und Johannes der Täufer erhalten geblieben. Diese hat ebenso
wie den Taufengel der Meister Bernhard Lübbers aus Lübeck geschnitzt.
1965 wurde der neugotische Altar durch ein Werk der Dresdnerin Brigitte Großmann-Lauterbach ersetzt. Im Jahre 1963 baute die Firma EULE aus Bautzen für die St.-Johannis-Kirche eine neue Orgel.
Die St.-Johannis-Kirche ist außer zu den Veranstaltungen montags bis freitags von 9:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Besonders beliebt sind die Kirchenkonzerte.Die Katholische Gemeinde in Kühlungsborn besteht erst seit dem Ende des 2.Weltkrieges. Viele katholische Umsiedler fanden im evangelischen Mecklenburg eine neue Heimat.
Der ursprüngliche Gottesdienstraum für die katholische Pfarrgemeinde befand sich im ältesten Hotel des alten Dorfes Brunshaupten und wurde bis zum Krieg als Tanzsaal genutzt.


Die Katholische Kirche "Heilige Dreifaltigkeit" hat 270 Sitzplätze,
einschließlich der Plätze auf der Orgelempore und der 60 Sitze
im großen Gemeindesaal. Durch das Öffnen einer Schiebewand können
Kirchenschiff bzw. Gemeindesaal jederzeit vergrößert werden.
Zusätzlich wurden zwei Wohnungen für Gastpfarrer und die Seelsorgehelferin
sowie ein Jugendraum gebaut.
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