Kieler Oper

Mit Ausgang des 19. Jahrhunderts verstärkte sich die Bedeutung von Opernhäusern und Theatern für eine Region.
Kieler OperKieler OperKieler OperKieler Oper
Kieler OperKieler OperKieler OperKieler Oper
In vielen europäischen Städten wurden Theater und Opernhäuser errichtet. Die Kieler Stadtkämmerei beauftragte 1896 den Magistrat, Vorschläge zur Lösung der hiesigen Theaterverhältnisse zu finden, da das alte Haus den Ansprüchen einer aufstrebenden Großstadt nicht mehr genügte.
Im Wettbewerb um den Neubau des Kieler Stadttheaters konkurrierten international renommierte Theaterbauspezialisten: der Architekt Heinrich Seeling aus Berlin und das Architektenduo Fellner und Hellmer aus Wien.
Der Neubau sollte sowohl den Ansprüchen eines Sprech- als auch eines Musiktheaters gerecht werden.

1904/05 bekam der Seelingsche Entwurf den Zuschlag. Sein Konzept kam neben kosten­politischen Gründen auch dem künstlerischen Anspruch, der Suche nach dem spezifischen "nordischen" Ausdruck in Verbindung mit gemäßigten modernen Konturen, am nächsten. Das Opernhaus wurde zwischen 1905 und 1907 erbaut und mit der Oper Fidelio feierlich eröffnet. Der Neubau kostete 2,1 Millionen Reichsmark.

Zukunftsweisend war vor allem die städtebaulich reizvolle Verbindung des Theaterbaus in einer malerischen Baugruppe mit dem neuen Rathaus Hermann Billings (1907 - 1911), die sich über den Fördearm Kleiner Kiel hinweg zur Altstadt öffnet.

Im 2. Weltkrieg stark zerstört, rekonstruierten die Kieler Architekten Hansen und Wid­mann das Theater in vereinfachter Form. Sie beachteten dabei nicht nur die damaligen knappen Finanzmittel, sondern trugen vor allem der stadtbildprägenden Funktionalität Rechnung.

Durch den qualitativ hochwertigen Innenausbau Werner Kallmorgens 1950 - 1953, der ein eigenständiges Raumgefüge von funktionaler Eleganz schuf, wurde das Theater zu einem noch heute realen Baudenkmal der fünfziger Jahre.
Die Kieler Oper feierte ihre Wiedereröffnung am 21. Juni 1953 wiederum mit der Oper Fidelio. nach oben