Historisch-Technisches Museum

Das Historisch-Technische Museum Peenemünde befindet sich im alten Kraftwerk der Heeresversuchsanstalt und berichtet auf etwa 1 500 m² Ausstellungsfläche über die Geschichte der deutschen Raum- und Luftfahrt.
Historisch-Technisches MuseumHistorisch-Technisches Museum
Wissenschaft und Militär arbeiteten in Peenemünde von 1936 bis 1945 auf verhängnis­volle Weise zusammen. In der 1936 errichteten Heeresversuchsanstalt, eine der größten und für die damalige Zeit modernste Forschungseinrichtung, stellten tausende hoch­spezialisierte Fachleute ihr Wissen in den Dienst des Krieges.
Sie entwickelten im Auftrag des Militärs neuartige Waffen, darunter die Flugbombe Fi 103 und die Rakete A4, die als "Vergeltungswaffe" V1 und V2 bekannt wurde.

Die Ausstellung des HTM verschweigt nicht, dass tausende KZ-Häftlinge und Zwangs­arbeiter schon bei der Produktion der todbringenden Raketen ums Leben kamen.

Der gelungene Start der ersten Fernrakete 1942 gehört zu den spektakulärsten, aber auch zu den gefährlichsten technischen Durchbrüchen des 20. Jahrhunderts. Die Rakete A4/V2 ist Vorläufer aller militärischen Langstreckenraketen und der zivilen Weltraum­trägerraketen.

In anschaulicher Weise vermittelt das Museum mit Dokumenten, Modellen und Original­teilen eine Vorstellung von der Arbeit der Peenemünder Wissenschaftler und Ingenieure und den furchtbaren Folgen der neu entwickelten Waffe.
Ein Bereich der Ausstellung befasst sich mit der Frage nach dem Raketenerbe und was nach 1945 mit dem Know-how der Raketenbauer von Peenemünde geschah.
SchiffKarte Freigelände
Auf dem großzügig angelegten Freigelände können Sie Flugzeuge, Hubschrauber und ein Raketenschiff der Nationalen Volksarmee besichtigen.
SauerstoffwerkBunker

Tipp:

Fahren Sie mit dem Fahrrad von Karlshagen nach Peenemünde direkt an der Peene entlang! Ein Rastplatz an den Peenewiesen gewährt Ihnen einen Blick auf Reste der Bunker und das Sauerstoffwerk.

Aktuelle Sonderausstellung:

Wunder mit Kalkül. Die Peenemünder Fernwaffenprojekte als Teil des deutschen Rüstungssystems

28. Januar bis 15. November 2016

Von 1936 bis 1945 war Peenemünde ein gigantisches Rüstungszentrum: Bis zu 12 000 Menschen arbeiteten auf 25 Quadratkilometern gleichzeitig an der Herstellung von Fern- und Präzisionswaffen. Nicht nur immer größere finanzielle, materielle und personelle Ressourcen wurden im Laufe der Zeit notwendig, sondern auch ständige Innovationen, die das deutsche Militär konkurrenzfähig machen sollten. – Mit der Hoffnung, den Krieg dank neuartiger Waffen und entgegen der eigenen, offensichtlichen Unterlegenheit zu gewinnen, wurde Peenemünde zu dem Ort, an dem das Wunder der Technik geschaffen werden sollte, stilisiert.
Die Sonderausstellung zeigt den enormen Aufwand, der für die Schaffung der neuen Militärtechnik notwendig war und stellt diesen ins Verhältnis zum Wahn und Kalkül politischer Entscheidungsträger.
Neben der Frage nach den sozialen und kulturellen Gründen für die Aufrüstung in Peenemünde, lässt die Schau auch Raum für die Reflexion der moralischen Dimension.
130 Objekte, Fotos, Filme und Dokumente sind zu sehen; drei großformatige Kunstwerke, die das historische Phänomen in die heutige Zeit übertragen, komplettieren die Sammlung.


Öffnungszeiten:

April bis September Täglich 10:00 bis 18:00 Uhr
Oktober bis März Täglich 10:00 bis 16:00 Uhr
November bis März Montag geschlossen


Adresse
Historisch-Technisches Museum Peenemünde
Im Kraftwerk, 17449 Peenemünde
Tel. 038371 5050

(alle Angaben ohne Gewähr)

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