
Eine historische Reise durch Raum und Zeit verspricht der
Usedomer Gesteinsgarten am Forstamt Neu Pudagla.
Die Reise führt etwa 13 000 Jahre zurück bis an das Ende der letzten
Eiszeit.
In enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Geologische Wissenschaften
der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald vermittelt Ihnen die Freiluftausstellung
einen Einblick in die geologische Vergangenheit der Vorpommerschen Landschaft.
Sie erfahren, woher die etwa 150 Exponate stammen und zu
welchem Gebirge sie gehörten. Dadurch wird der Weg der Gletscher nachvollziehbar. Die Herkunftsgebiete
befinden sich mitunter 1 000 km von der Insel Usedom entfernt.
Die Ausstellungsstücke sind in Gruppen gemeinsamer Herkunft zusammengefasst.
Ein mit Schautafeln ausgestatteter Rundweg führt von Bornholm über
Südschweden bis nach Finnland. Neben recht häufigen Gesteinen
befinden sich auch Fundstücke, die in ihrer Ausbildung einmalig sind.
Als geologische Besonderheiten gelten z. B. ein Nexösandstein
mit einem Volumen von etwa 2,3 m³ und parallelen Gletscherschrammen
auf der Oberfläche, ein Konglomerat, bestehend aus verschiedenen gerundeten
Geröllen der Brandungszone eines Strandes und ein Scolithussandstein
mit fossilen Wurmgängen. Der älteste Findling ist etwa
2 Milliarden Jahre alt, der größte wiegt rund 8,4 t.
Durch Hinweise auf einige Besonderheiten der einzelnen Gesteine werden Sie
animiert, eigene Fundstücke mit den ausgestellten zu vergleichen und
selbst zu bestimmen.
Auf Grund seiner Komplexität und wissenschaftlich fundierten Basis
zählt der Usedomer Gesteinsgarten zu den bedeutendsten Gesteinssammlungen
im norddeutschen Raum.
Der Gesteinsgarten befindet sich im Seebad Ückeritz, Ortsteil Neu Pudagla
an der B 111. Die Ausstellung ist ganzjährig und ganztägig geöffnet,
Parkplätze stehen kostenlos zur Verfügung.
Unmittelbar neben dem Usedomer Gesteinsgarten befindet sich das Waldkabinett
und der Usedomer Wildmarkt mit Wildspezialitäten und Imbiss (Mai bis Oktober).
