Die Insel Rügen steht auf Kreide - gut an der Küste
sichtbar, wo die weißen Felsen schroff in die Höhe ragen.
Die Kreide entstand zu Lebzeiten der Dinosaurier, vor etwa 70 - 100
Millionen Jahren. Gehäusereste winziger einzelliger Lebewesen
sanken auf den Meeresgrund ab und verfestigten sich dort.
Die Rügener Kreide wird natürlich nicht an der wunderschönen
Kreideküste abgebaut, sondern im Landesinneren. Schon um 1845 nahm
die erste Schlämmerei ihren Betrieb
auf. Lange Zeit war die Arbeit in den 19 Kreidebrüchen eine echte Plackerei.
Mit einer Spitzhacke an der weißen Kreidewand angeseilt, wurde die
Kreide aus den steilen Wänden herausgeschlagen. Heute übernehmen
vollautomatische Maschinen den Abbau der Kreide.
Doch nicht nur Landwirtschaft und Industrie sind Abnehmer der Rügener Kreide. Die Heilkreide ist ein original Rügener Markenartikel. Die Kreidekur auf Rügen besitzt eine lange Tradition. Sassnitz nannte sich in den dreißiger Jahren Kreideheilbad.
Die Heilkreide wird aufgrund des geringen Eisengehalts, seiner
Geruchsneutralität, der reinen weißen Farbe und der feinen
Körnung äußerst erfolgreich bei rheumatischen Erkrankungen,
Muskel- und Gelenkerkrankungen, Ischias, Osteoporose, Hauterkrankungen
und Neuralgie eingesetzt.
Die Kreide regt den Stoffwechsel an, die Haut wird belebt
und atmet besser. Der Körper entschlackt und gleichzeitig wird das
Immunsystem aktiviert.
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