Burgwall der einstigen Jaromarsburg Insel Rügen

Slawische Ranen siedelten seit dem 6. Jahrhundert auf Rügen. Sie errichteten zu Ehren ihres viergesichtigen Gottes Svantevit im 6./8. Jahrhundert die Jaromarsburg. Die Burg wurde durch die Steilküste von drei Seiten geschützt. Zwei hintereinander liegende Wälle sicherten den riesigen Bau von der Landseite her.
Burgwall am Kap Arkona Insel RügenBurgwall am Kap Arkona Insel RügenBurgwall am Kap Arkona Insel RügenBurgwall am Kap Arkona Insel Rügen

Ursprünglich erstreckte sich die Anlage von Nord nach Süd etwa 300 m und von Ost nach West etwa 350 m. Putgarten - "am Fuße der Burg" - war Siedlung und Marktzentrum der Burg. Der zur Tempelanlage gehörende Hafen wird in dem Fischerdörfchen Vitt vermutet.

1168 besiegte der dänische König Waldemar I. die Slawen und zerstörte die Tempelburg. Die Slawen wurden christianisiert, ihre zahlreichen Kultstätten geweiht und Kapellen errichtet.
König Waldemar I. teilte sich den Schatz des Svantevit-Tempels mit seinem Verbündeten Heinrich dem Löwen. Die Rügenfürsten sorgten dafür, dass ihre slawischen Landsleute den christlichen Glauben annahmen.
Burgwall am Kap ArkonaBurgwall am Kap ArkonaBurgwall am Kap ArkonaBurgwall am Kap Arkona
Trotz großer Abbrüche der Steilküsten in den vergangenen Jahrhunderten ist der halbkreisförmige Ringwall noch gut zu erkennen. Untersuchungen ergaben, dass heute nur noch 1/3 der ehemaligen Fläche innerhalb des Walles vorhanden ist.

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