Historische Handwerkerstuben auf der Insel Rügen

Gingst, erstmals 1232 urkundlich erwähnt, entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem Zentrum des Handwerks und des Handels. Jetzt lebt in den historischen Handwer­kerstuben in Gingst das alte traditionelle Handwerk wieder auf.
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Das Museum befindet sich in zwei liebevoll restaurierten, schilfgedeckten Fachwerkhäu­sern aus dem 18. Jahrhundert. Beide Häuser waren fast 200 Jahre über mehrere Gene­rationen von Handwerkern bewohnt. Historische Handwerkerstuben

Zahlreiche Funde und Exponate zeigen einen reprä­sentativen Querschnitt von ca. 50 Berufen und ver­mitteln Ihnen eine authentische Darstellung früherer Kultur und Lebensweise.

Schmiede

Die kleine Fachwerk-Schmiede stammt ursprünglich aus Berglase. Im Jahr 1995 wurde das Gebäude kom­plett abgebaut und bereits 1996 in Gingst feier­lich eröffnet. Sie dient heute sowohl als Museums­werk­statt als auch regelmäßigen Arbeitsaufent­hal­ten verschiedener Schmiede. Wenn Sie Glück haben, können Sie dem Schmied bei der Arbeit zusehen, fachsimpeln oder kleine Aufträge vergeben.
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Schuhmacher

Einer der wichtigsten Berufe im Ort war der des Schuhmachers. Die Werkstatt zeigt Arbeitsgeräte aus mehreren Generationen bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts.
Die Mühen der Herstellung von Leisten und die anschließende gewissenhafte Leder­bearbeitung lassen sich erahnen.

Schneider

Schneiderhandwerk

Die Blütezeit dieses traditionellen Gingster Hand­werks war nach dem 30jährigen Krieg 1648 in den Jahren der Schwedenherrschaft.

Der Begründer des Gingster Museums, Hans-Karl Stoll, lernte bei Meister Busse das Schneidern (1935 - 1939). Seine Erinnerungen halfen die Schneider­stube genauso wie damals einzurichten. Hier trafen sich vor dem Krieg die Gingster Schneidermeister zum Meisterklatsch.


Weberei

Weberei

Die lange Tradition der Gingster Weberei erlebte ihren Höhepunkt Ende des 18. Jahrhunderts.
Schule und handwerkliche Ausbildung gehörten zusammen.

Pastor Picht gründete 1779 das "Amt der Damast- und Leineweber zu Gingst".
Es verfügte über ein Amtslokal mit Zunftschild und eine Satzung.


Weberei Die zwei Altermänner und neun Meister besaßen sogar ein eigenes Weberlied, eine eigene Kapelle und somit eine herausragende soziale Stellung im Dorf.

Die Produkte waren weit über die pommerschen Grenzen bekannt und begehrt. Das Amt existierte fast 100 Jahre.

1912 meldete der letzte Gingster Weber sein Gewerbe ab.
Sein Haus wurde originalgetreu nachgestaltet.

Museumscafé & Laden

Ein Museumscafé lädt Sie zu Kaffee und frischem selbstgebackenen Kuchen ein.
Stöbern Sie im Laden nach Naturerzeugnissen und kunsthandwerklichen Produkten aus dem Baltikum, Skandinavien und natürlich aus der heimischen Produktion.
In der Saison finden u. a. Konzerte, Lesungen, Puppentheater und Kinderfeste statt. nach oben