



Zahlreiche Funde und Exponate zeigen einen repräsentativen Querschnitt von ca. 50 Berufen und vermitteln Ihnen eine authentische Darstellung früherer Kultur und Lebensweise.




Einer der wichtigsten Berufe im Ort war der des Schuhmachers. Die Werkstatt
zeigt Arbeitsgeräte aus mehreren Generationen bis in die 30er Jahre
des 20. Jahrhunderts.
Die Mühen der Herstellung von Leisten und die anschließende gewissenhafte
Lederbearbeitung lassen sich erahnen.
Der Begründer des Gingster Museums, Hans-Karl Stoll, lernte bei Meister Busse das Schneidern (1935 - 1939). Seine Erinnerungen halfen die Schneiderstube genauso wie damals einzurichten. Hier trafen sich vor dem Krieg die Gingster Schneidermeister zum Meisterklatsch.
Pastor Picht gründete 1779 das "Amt der Damast- und Leineweber
zu Gingst".
Es verfügte über ein Amtslokal mit Zunftschild und eine Satzung.
Die zwei Altermänner und neun Meister besaßen sogar ein eigenes Weberlied,
eine eigene Kapelle und somit eine herausragende soziale Stellung im Dorf.
Die Produkte waren weit über die pommerschen Grenzen bekannt und begehrt. Das Amt existierte fast 100 Jahre.
1912 meldete der letzte Gingster Weber sein Gewerbe ab.
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