| 1322 |
Der Name Grömitz (damals Grobenezze) wird erstmals schriftlich erwähnt. Der Bau der St.-Nikolai-Kirche beginnt. |
Seit dem 13. Jahrhundert stehen die beiden Orte Grömitz
und Cismar in beständiger Wechselbeziehung zueinander.
Das 1177 in Lübeck gegründete Benediktinerkloster St. Johannes
war in wenigen Jahrzehnten zu ausgedehntem Grundbesitz gelangt und hatte sich durch künstlerische
und wissenschaftliche Betätigung zu einer bemerkenswerten Blüte
entwickelt.
Benediktinermönche lebten im Gegensatz zu anderen Klosterorden in einer aufgelockerten Klosterzucht. Sie unterschieden sich vor allem von den Zisterziensermönchen, die eine strenge Askese praktizierten. So blieb es nicht aus, dass sich zwischen beiden Orden ein erbitterter Konkurrenzkampf entwickelte, in dessen Verlauf die weltoffene Lebensweise der Benediktiner verunglimpft wurde.
Die Überlieferung berichtet von Streitigkeiten des Konvents mit den Bürgern und dem Rat der Stadt Lübeck und von Sittenverfall im Kloster, der durch die unerlaubte Verbindung von Mönchen zu Schiffsfrauen empörende Ausmaße erreicht hatte.
Streitigkeiten führten dazu, dass der Bremer Erzbischof Gerhard 1231 die Verlegung des St. Johannesklosters nach Cismar anordnete. Die Mönche zeigten sich darüber alles andere als erfreut. Doch bald bemerkten sie, dass das Leben in ländlicher Abgeschiedenheit auch seine Vorteile hatte.
| 1322 | Grömitz wird von dem in Schulden geratenen Ritter Marquart von Westensee an das Kloster Cismar für 3 600 Mark verkauft. |
| 1440 | ist in einer Urkunde erstmals die Bezeichnung Oppidum (= lat. Stadt) zu lesen. |
| 1456 | weist Grömitz den ersten Proconsult (Bürgermeister) und Ratsherren auf. |
| 1470 | Zwei Urkunden bestätigen Grömitz als Stadt Lübischen Rechts. Bekam eine Stadt das Lübische Recht, so war sie fortan den Rittern und der Geistlichkeit gleichgestellt. |
| 1700 |
Der Große Nordische Krieg beginnt. Dänen bekämpfen
hier die Schweden. Brandenburgische, polnische und kaiserliche Truppen bekriegen sich und schließlich noch Uralkosaken und russische Jäger. |
| 1783 | Die Leibeigenschaft wird auch in Grömitz endlich aufgehoben. |
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| 1813 | kommen die ersten Gäste an die Grömitzer Küste, um vom Badekarren aus zu baden. Von da an nimmt der Ort einen stetigen Aufschwung. Aus dem einstigen Fischerdorf entwickelt sich eins der modernsten und beliebtesten Familienbäder. |
| 1836 | erfolgt die erste Werbung für Kurgäste. |
| 1902 | wird eine Kurtaxenordnung erlassen. |
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| 1912 | wird die erste große Seebrücke erbaut, nun können Passagierdampfschiffe problemlos anlegen. Die Gästezahl steigt sprunghaft an, 90 % der Besucher kommen mit dem Schiff nach Grömitz. |
| 1943 |
Infolge des Krieges beherbergt Grömitz Flüchtlinge und
Verletzte. Hotels werden zu Lazaretten und Kinderheimen umgebaut. |
| 1949 | Der Gemeinde Grömitz wird das Prädikat "Ostseeheilbad" von der Landesregierung Schleswig-Holstein verliehen. |
| 1959 | Das Kurmittelhaus mit Schwimm- und Lesehalle wird fertiggestellt. |
| 1984 | beginnt der Neubau der 400 Meter langen Seebrücke. |
| 1991 - 1993 | Nach gründlicher Neugestaltung des Brandungsbades entsteht die Grömitzer Welle. |
| 1997 - 2000 | Die Strandpromenade und der Seebrückenvorplatz werden komplett renoviert. |
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