

Besondere Attraktionen sind einmalige Bernsteineinschlüsse und wertvolle Bernsteinkunstwerke des 16. und 17. Jahrhunderts sowie künstlerische Bernsteinarbeiten des 20. Jahrhunderts.
Bernstein fasziniert seit Jahrtausenden die Menschen. Schon in jungsteinzeitlichen
Gräbern fand man Amulette und Schmuck aus Bernstein. In der Antike gelangte
das "Gold des Nordens" auf den sogenannten Bernsteinstraßen
in den Mittelmeerraum.



Das beeindruckendste Kunstwerk aus Bernstein war eine Wandtäfelung,
die der preußische König Friedrich I. für sein Berliner Schloss
herstellen ließ. Friedrich Wilhelm I. schenkte es 1716 dem russischen
Zaren Peter I. Seit 1945 gilt das legendäre Bernsteinzimmer als verschollen.
Im 19. Jahrhundert fand Bernstein in der Volkskunst Verwendung. In einigen
Gegenden Europas gehörten facettierte Bernsteinketten zur Hochzeitstracht
der Bauern.
Anfang des 20. Jahrhundert erdachten in Königsberg lebende Künstler wie
Hermann Brachert und Jan Holschuh neue Ausdrucks- und Verwendungsformen für
Bernstein.
Die Staatliche Bernstein-Manufaktur Königsberg war mit fast 1 500 Beschäftigten
von 1926 bis 1945 der größte bernstein-
verarbeitende Betrieb der Welt.
Neben traditionellem Schmuck und Kunstgegenständen werden auch moderne
Arbeiten präsentiert. 1993 beteiligten sich 80 Künstler an einem
nationalen Kunstwettbewerb. Im Jahre 1999 lobte das Museum den Internationalen
"Bernstein-Kunstpreis der Ostsee-
anliegerstaaten" aus, an dem 200 Künstler teilnahmen. Von den fast
400 Arbeiten konnte das Museum 50 Werke erwerben.
Mit seinen kleinplastischen Arbeiten prägte der Bildhauer Jan Holschuh
(1909 - 2000) die Bern-
steinkunst am Ende des 20. Jahrhunderts.
80 seiner späten Arbeiten können Sie heute im Deutschen Bernsteinmuseum bewundern.
(alle Angaben ohne Gewähr)
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