Otto Lilienthal-Museum Anklam

Anklam ist Otto Lilienthals Geburtsstadt. Er besuchte das noch heute existierende Gymnasium und führte hier erste flugtechnische Experimente und Vogelstudien durch.
Nach seiner Ausbildung in Potsdam und Berlin zum Maschinenbauingenieur siedelte er sich in Berlin und Lichterfelde an.
Vorflügelapparat 1895Vorflügelapparat 1895Vorflügelapparat 1895Vorflügelapparat 1895

Aus Anlass von "100 Jahren Menschenflug" erfolgte 1991 die feierliche Eröffnung des eigenständigen "Otto-Lilienthal-Museums" in Anklam.

Museum

Bereits 1996 konnte das Gebäude anlässlich des 100. Todestages des Flugpioniers durch einen Erweiterungsbau ergänzt werden.

Der Aufbau des Museums wurde aus Bundes- und Landesmitteln unterstützt und durch Nachfahren des Flugpioniers gefördert.

Auf einer Fläche von ca. 600 m² werden Leben und Werk Otto Lilienthals auf anschauliche Weise dokumentiert.

Das Haus versteht sich als "technisches Personal­museum".

Es erzählt Luftfahrtgeschichte, jedoch mit einer sich von anderen Luftfahrtmuseen unterscheidenden Schwerpunktsetzung: Im Zentrum steht nicht Geburt und Entwicklung des Flugzeugs, sondern der Wendepunkt von der Vorgeschichte des Fliegenwollens zur Geschichte des Fliegenkönnens.

Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden die ca. 14 unterschiedlich genau überlieferten Flugzeugkonstruktionen Lilienthals, darunter die erste Serienproduktion eines Flugzeugs in der Geschichte überhaupt.

Flugobjekte im Otto-Lilienthal-MuseumFlugobjekte im Otto-Lilienthal-MuseumFlugobjekte im Otto-Lilienthal-MuseumFlugobjekte im Otto-Lilienthal-Museum
Nur von zwei Flugzeugkonstruktionen sind Originale erhalten. Alle anderen Konstruk­tionen sind nur schriftlich oder fotografisch überliefert.
Sturmflügelmodell 1894Sturmflügelmodell 1894Großer Schlagflügelapparat 1896Großer Schlagflügelapparat 1896

Die gegenständliche Rekonstruktion des Flugzeugbaus Lilienthals unter Auswertung aller in Archiven und Museen verschiedener Länder verfügbarer Quellen hat in den vergangen­en 20 Jahren neben anderen der Magdeburger Ingenieur Stephan Nitsch im Auftrag der Stadt Anklam übernommen.

Traum vom Fliegen

Das "Otto-Lilienthal-Museum" folgt mit viel "Begreif­barem" einem wichtigen Ausstellungsprinzip: "Fliegen lernen" und "Physik vom Fliegen" sind zwei Ausstellungs­bereiche, in denen Ihnen an Simulatoren oder einfachen Knopfdruck-Experimenten komplizierte Themen spielerisch nahegebracht werden.

Dank der Tatsache, dass die Brüder Lilienthal die Erfinder des bekannten "Anker-Steinbaukastens" sind, können die Jüngsten in der Abteilung "Baukästen" den Museums­besuch der Eltern entspannt abwarten.

Die DIA-Audio-Schau "Menschenflügel - Schwingenträume" erzählt Traum und Trauma von 1 000 Jahren Luftfahrt in 10 Minuten, 100 Bildern und wenigen Sätzen.

Besuchen Sie auch das längerfristige Ausstellungsprojekt "Aeronauticon", welches ge­meinsam mit dem Flugplatz Anklam und dem Verein für Jugendhilfe verwirklicht wird. Es spannt den Bogen vom Flug in der Natur zur aktuellen Luftfahrt vor Ort.
AeronauticonAeronauticonAeronauticonAeronauticon
Das "Aeronauticon" ist der museumspädagogische Natur- und Erlebnispark des Otto-Lilienthal-Museums auf dem Gelände des Anklamer Flugplatzes.
Das Museum wurde 1996 durch die "Fédération Aéronautique Internationale" als "FAI rocognized Museum" geehrt und erhielt 1999 als erstes ostdeutsches Museum den Titel "Museum of the Year Award - Special Commandation".
Öffnungszeiten:
November bis April
Mittwoch bis Freitag 11:00 bis 15:30 Uhr, Sonntag 13:00 bis 15:30 Uhr
(am 24. und 31. 12. geschlossen)

Juni bis September
täglich 10:00 bis 17:00 Uhr

in der übrigen Zeit und während der Schulferien (Mecklenburg-Vorpommern)
Dienstag bis Freitag 10:00 bis 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag 13:00 bis 17:00 Uhr (im Winter bis 16:00 Uhr) sowie auf Anfrage
Tel. 03971 245500

(alle Angaben ohne Gewähr)

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