



Aus Anlass von "100 Jahren Menschenflug" erfolgte 1991 die feierliche Eröffnung des eigenständigen "Otto-Lilienthal-Museums" in Anklam.
Bereits 1996 konnte das Gebäude anlässlich des 100. Todestages des Flugpioniers durch einen Erweiterungsbau ergänzt werden.
Der Aufbau des Museums wurde aus Bundes- und Landesmitteln unterstützt und durch Nachfahren des Flugpioniers gefördert.Auf einer Fläche von ca. 600 m² werden Leben und Werk Otto Lilienthals auf anschauliche Weise dokumentiert.
Das Haus versteht sich als "technisches Personalmuseum".Es erzählt Luftfahrtgeschichte, jedoch mit einer sich von anderen Luftfahrtmuseen
unterscheidenden Schwerpunktsetzung: Im Zentrum steht nicht Geburt und Entwicklung
des Flugzeugs, sondern der Wendepunkt von der Vorgeschichte des Fliegenwollens
zur Geschichte des Fliegenkönnens.
Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden die ca. 14 unterschiedlich genau überlieferten Flugzeugkonstruktionen Lilienthals, darunter die erste Serienproduktion eines Flugzeugs in der Geschichte überhaupt.








Die gegenständliche Rekonstruktion des Flugzeugbaus Lilienthals unter Auswertung aller in Archiven und Museen verschiedener Länder verfügbarer Quellen hat in den vergangenen 20 Jahren neben anderen der Magdeburger Ingenieur Stephan Nitsch im Auftrag der Stadt Anklam übernommen.
Das "Otto-Lilienthal-Museum" folgt mit viel "Begreifbarem" einem wichtigen Ausstellungsprinzip: "Fliegen lernen" und "Physik vom Fliegen" sind zwei Ausstellungsbereiche, in denen Ihnen an Simulatoren oder einfachen Knopfdruck-Experimenten komplizierte Themen spielerisch nahegebracht werden.
Dank der Tatsache, dass die Brüder Lilienthal die Erfinder des bekannten "Anker-Steinbaukastens" sind, können die Jüngsten in der Abteilung "Baukästen" den Museumsbesuch der Eltern entspannt abwarten.Die DIA-Audio-Schau "Menschenflügel - Schwingenträume" erzählt Traum und Trauma von 1 000 Jahren Luftfahrt in 10 Minuten, 100 Bildern und wenigen Sätzen.
Besuchen Sie auch das längerfristige Ausstellungsprojekt "Aeronauticon", welches gemeinsam mit dem Flugplatz Anklam und dem Verein für Jugendhilfe verwirklicht wird. Es spannt den Bogen vom Flug in der Natur zur aktuellen Luftfahrt vor Ort.



(alle Angaben ohne Gewähr)
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